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18. Dezember 2001 | Namen und Nachrichten

Benetton-Urteil: „G+J“ prüft Verfassungsbeschwerde

Die umstrittene „Schockwerbung“ des Textilkonzerns Benetton aus den 90er Jahre wird möglicherweise ein weiteres juristisches Nachspiel haben. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, prüft der Hamburger Verlag Gruner + Jahr (G+J) eine erneute Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 7. Dezember 2001, wonach eine Benetton-Anzeige im Magazin „Stern“ wieder als wettbewerbswidrig eingestuft wurde. Der BGH hatte sich damit in Widerspruch zum Bundesverfassungsgericht gesetzt, das die Benetton-Anzeige von der Meinungsfreiheit gedeckt sah. Die Anzeige zeigte ein nacktes menschliches Gesäß mit dem Stempelauftritt „HIV-positive“ und den Schriftzug „United Colors of Benetton“. Dagegen hatte die Zentrale gegen unlauteren Wettbewerb geklagt und bereits 1995 ein Verbot durch den BGH erreicht. Das Bundesverfassungsgericht hatte das Urteil jedoch im Jahr 2000 auf Antrag von Gruner + Jahr aufgehoben. Volker Nickel, Sprecher des Deutschen Werberats, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Bundesverfassungsgerichtsurteil nach wie vor in Kraft sei. „Da muss man sehen, wie sich das verträgt.“ Während der BGH über den Aspekt „Wettbewerb“ zu entscheiden hatte, habe das Bundesverfassungsgericht über die „Meinungsfreiheit“ entschieden.

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