Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

24. Februar 2014 | Allgemeines

Beleidigende Kommentare: Presserat will Regeln für Foren einführen

Beschwerdeaufkommen weiterhin auf hohem Niveau / 31 Rügen ausgesprochen

Themen: Presserat

Der Deutsche Presserat will Regeln für Leserbeiträge in den Internet-Foren deutscher Medien festlegen. Beleidigungen und Schmähungen sollen dort nicht mehr geduldet werden.

Das Selbstkontrollgremium fordert, dass Kommentare grundsätzlich wie Leserbriefe behandelt werden. Ursula Ernst, Sprecherin des Presserats, betonte am 19. Februar 2014 bei der Jahrespressekonferenz in Berlin: „Beleidigungen und Schmähungen sollten entweder vorab oder zumindest zeitnah nachträglich gelöscht werden." Eine Arbeitsgruppe des Presserats entwickelt derzeit entsprechende Änderungen des Regelwerks.

Wie der Presserat weiter bekannt gab, habe sich das Beschwerdeaufkommen im vergangenen Jahr „auf hohem Niveau stabilisiert“. Insgesamt gab es 1.347 Eingaben (2012: 1.500), von denen die Beschwerdeausschüsse jedoch nur 226 als begründet ansahen. Mit 28 öffentlichen und drei nicht-öffentlichen Rügen sprachen die Hüter des Pressekodexes deutlich mehr scharfe Sanktionen als im Jahr zuvor aus (2012: 22, 2011: 20).

Hauptbeschwerdegründe seien Verstöße gegen die journalistische Sorgfaltspflicht (Ziffer 2) sowie den Schutz der Persönlichkeitsrechte (Ziffer 8) gewesen. Ebenfalls überdurchschnittlich oft wandten sich Privatpersonen und Institutionen wegen diskriminierender Berichterstattung (Ziffer 12) an den Presserat. Wie Ernst weiter ausführte, bezogen sich 2013 erstmals mehr Beschwerden auf Online- (59 Prozent) als auf Printartikel (36 Prozent). Damit setzte sich der bereits seit zwei Jahren zu beobachtende Trend in „beschleunigter Geschwindigkeit“ fort.

zurück