Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

15. Februar 2007 | Allgemeines

BDZV warnt vor Käuflichkeit von TV-Inhalten

EU-Pläne für Product-Placement sind „ärgerliche Mogelpackung“

Als „ärgerliche Mogelpackung“ hat der BDZV am 13. Februar 2007 die Empfehlung der EU-Minister für Kultur und Medien für eine neue europäische Fernsehrichtlinie bezeichnet. Die zu einem so genannten informellen Treffen in Berlin zusammengekommenen Minister haben sich zwar dafür ausgesprochen, dass Product-Placement im Grundsatz verboten bleibt. Ausnahmen sollen jedoch für den großen Bereich leichter Unterhaltung und Serien, Filme und Sportübertragungen gelten.

Dies führe in der Praxis zu einer Irreführung der Verbraucher, kritisierte BDZV-Hauptgeschäftsfüh­rer Dietmar Wolff. Das werde schon daran deut­lich, dass die Minister den regelmäßig wieder­kehrenden Hinweis auf Schleichwerbung im lau­fenden Programm – etwa durch ein eingeblen­detes neutrales Logo – als „kontraproduktiv“ abgelehnt hätten. Statt dessen solle es lediglich einen entsprechenden Vermerk am Anfang und Ende einer Sendung geben. „Dies wird zu einer Käuflichkeit von Inhalten führen und könnte auf andere Medien abstrahlen“, so Wolff.

Der BDZV wie auch der Europäische Zeitungs­verlegerverband ENPA befürchten, dass die von Brüssel geplante Aufhebung der sauberen Tren­nung von Werbung und Programminhalten im Fernsehen die werbungtreibende Wirtschaft und Agenturen dazu verleiten wird, ähnliche Locke­rungen auch von den Tageszeitungen zu verlan­gen. Die hohe Glaubwürdigkeit der Tageszeitun­gen sei jedoch eine der wichtigsten Qualitäten des Mediums, betonte der BDZV. „Durch die Einführung von Product-Placement wird nicht nur das Fernsehen, es werden alle Medien verlieren, da ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt wird“, erklärte auch der Präsident des Europäischen Zeitungsverlegerverbands, Valdo Lehari jr., am 13. Februar in Brüssel.

zurück