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06. April 2017 | Veranstaltungen

BDZV-Vermarktungsgipfel: Gemeinsam gegen Google und Facebook positionieren

150 Verlagsentscheider bei BDZV-Vermarktungsgipfel in Berlin

Rainer Esser, Geschäftsführer der Zeit-VerlagsgruppeRainer Esser, Geschäftsführer der Zeit-VerlagsgruppeBranchenvertreter und Experten diskutierten beim ersten Vermarktungsgipfel des BDZV am 28. und 29. März 2017 über die Herausforderungen im digitalen Zeitalter. 150 Verlagsentscheider nahmen an der zweitägigen Veranstaltung in Berlin teil.

In seiner Keynote zeichnete der Geschäftsführer der Zeit-Verlagsgruppe (Hamburg), Dr. Rainer Esser, ein optimistisches Zukunftsbild für das Zeitungsgeschäft: „Wir leben in ungeheuer aufregenden Zeiten. Gerade heute braucht es Leuchttürme, die in Print und Online hochwertigen Journalismus bieten“, erklärte er. Die Chancen für Medienhäuser auf eine erfolgreiche Zukunft stünden gut. Die Zeit-Gruppe mit ihren steigenden Vertriebs- und Anzeigenerlösen sei ein Beispiel, wie ein „reifes Medium mit jugendlicher Ausstrahlung“ den Anforderungen des Marktes und den Bedürfnissen von Lesern und Kunden gerecht werde. Das sorge auch im Digitalen für schwarze Zahlen. „Ja, man kann mit Online Geld verdienen“, rief Esser den Verlagsentscheidern zu. Voraussetzung sei die konsequent an den Kundeninteressen orientierte Produktentwicklung. Die „Zeit“ nutze dazu die Methoden des Design Thinking. Jenseits der herkömmlichen Marktforschung würden im direkten Kontakt mit den Kunden auf spielerische Weise neue Angebote entwickelt und zügig in den Markt gebracht. Rund um die Printausgabe der „Zeit“ sei so inzwischen eine breite Erlebnis- und Produktwelt entstanden, die zur Marke passe und ertragreich sei. Ein Drittel des Ergebnisses werde mittlerweile mit diesen zusätzlichen Angeboten erzielt.

Ströer-Vorstand Christian Schmalzl (Köln) betonte in seinem Vortrag: „Wir fokussieren uns nicht per se auf Digitalisierung, wir fokussieren uns auf nachhaltiges Wachstum und auf Geldverdienen.“ Dafür konzentriere sich Ströer auf kurzfristige Perspektiven, langfristige Pläne seien im digitalen Zeitalter schwierig geworden.

Die Sicht des Handelskunden stellte Manfred Bosch, Geschäftsführer von redblue Marketing (München), in seiner Keynote dar: „Die klassischen Grenzen verschwinden im digitalen Zeitalter - Hersteller und Händler werden zu Medien, Medien werden zu Händlern, Händler werden zu Herstellern.“ Sein Motto: „We try fast. We fail fast. And we adjust even faster.“ Bosch appellierte an die Zeitungsverlage: „Verlieren Sie weder redaktionell noch vertrieblich Ihre regionale Stärke!"

Die Repräsentanten der beiden großen Zeitungsvermarkter, Christian Nienhaus (Vorsitzender der Geschäftsführung Media Impact) und Heiko Genzlinger (CEO Score Media Group), demonstrierten beim BDZV-Vermarktungsgipfel Einigkeit. „Wir müssen als Gattung mit unseren Angeboten attraktiv sein und dürfen uns nicht gegeneinander ausspielen“. Immerhin gebe es wichtige Themen, bei denen beide Vermarkter gemeinsam für die Branche kämpfen - nicht zuletzt in der Positionierung gegenüber Facebook und Google, so Nienhaus in der Diskussion zum „Thema Reichweiten, Umfelder, Wirkungsanalysen – Nach welchen Regeln funktioniert die nationale Vermarktung heute?“ mit Elke Schneiderbanger, Geschäftsführerin, ARD Werbung Sales & Service (Frankfurt/Main), und Boris Schramm, Managing Director, GroupM (Düsseldorf).

Vielfältige weitere Themen komplettierten die Agenda des Vermarktungsgipfels: So berichtete Pierre Bechler, Leiter E-Commerce & Retail bei der „Kleinen Zeitung“ (Klagenfurt), mit einem Fallbeispiel aus Österreich über die Optionen regionaler Zeitungsverlage im E-Commerce. Robert Burghardt, stellvertretender Leiter Vermarktung „Berliner Morgenpost“, und Tim Greve, Forward Consulting (Hamburg), zeigten die Potenziale beim telefonischen Anzeigenverkauf im regionalen Markt auf. Über Chancen und Grenzen des Native Advertising sprach Christoph Käfer, Redakteur Native Advertising bei der „Nordsee-Zeitung“ (Bremerhaven). Und Constanze Buchheim, Gründerin und Geschäftsführerin von i-potentials (Berlin), beschrieb, was Verlage tun können und sollten, um den digital affinen Nachwuchs als Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Frische Ideen für den lokalen Handel präsentierten die Start-ups Iventorum, MobileJob, Socialwave.

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