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25. April 2016 | Namen und Nachrichten

BDZV trauert: Theodor-Wolff-Preisträger Rudolph Chimelli tot

Rudolph Chimelli, über Jahrzehnte Korrespondent der „Süddeutschen Zeitung" (SZ, München) und Theodor-Wolff-Preisträger für das Lebenswerk 2014, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. „Einen wie ihn wird es in der SZ und im deutschen Journalismus nicht mehr geben", ehrte ihn SZ-Chefredakteur Kurt Kister in einem Nachruf. Seit 1957 hatte Chimelli für die „Süddeutsche Zeitung" geschrieben, sein letzter Leitartikel für die Zeitung erschien am 2. April dieses Jahres.

Rudolph Chimelli bei der TWP-Preisverleihung am 10. September 2014 in Aachen.Rudolph Chimelli bei der TWP-Preisverleihung am 10. September 2014 in Aachen.Rudolph Chimelli begann nach dem Abitur ein Studium der Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre, brach jedoch nach einigen Semestern ab, um in den Journalismus zu gehen. Nach einer ersten Station beim „Freisinger Tagblatt" - damals eine eigenständige Tageszeitung, heute Lokalausgabe des „Münchner Merkurs" - besuchte er 1955 bis 1956 die Deutsche Journalistenschule (DJS, damals noch Werner-Friedmann-Schule). Sein Ziel nach Verlassen der 4. Lehrredaktion:  Auslandskorrespondent werden, vorzugsweise bei der „Süddeutschen Zeitung" (SZ). Chimelli trat 1957 eine Stelle als Nachrichtenredakteur bei der „SZ" an. 1964 wurde er Auslandskorrespondent der Zeitung im Nahen Osten, pendelte zwischen Kairo und Beirut. 1972 Wechsel nach Moskau, wo er sieben Jahre blieb. Es folgte Paris. Hier lebte und arbeitete er seit 1979 bis zu seinem Tod.  Der Journalist und Autor galt als Fachmann für die islamische Welt. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet: 1986 mit dem Theodor-Wolff-Preis, 1992 mit dem Joseph-Roth-Preis. 2007 wurde Rudolph Chimelli mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt.

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