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24. Juni 2005 | Allgemeines

BDZV: Product placement muss tabu bleiben

Zeitungsverleger fordern klare Trennung von Werbung und Programm

Mit völligem Unverständnis hat der BDZV am 8. Juni 2005 in Berlin auf Pläne der Europäischen Kommission reagiert, das so genannte Product placement im Fernsehen zu erleichtern.

Gerade der Skandal um die Schleichwerbung in der ARD-Serie „Marienhof“ habe gezeigt, dass die saubere Trennung von Werbung und Programm zum Schutz der Zuschauer unverzichtbar sei. Jetzt auch noch Erleichterungen für die gezielte und bezahlte Platzierung von Markenprodukten im Fernsehprogramm zu verkünden, sei das völlig falsche Signal, so der BDZV. Die Zeitungsverleger haben die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding aufgefordert, sich im Rahmen der anstehenden Revision der EU-Fernsehrichtlinie von der geplanten Freigabe für „Product placement“ zu verabschieden.

 

Die bekannt gewordenen Verstöße in der ARD gegen das geltende Schleichwerbungsverbot zeigten, wie die Zuschauer getäuscht wurden und die Aufsichtsgremien versagt hätten, sagte BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff. Es wäre fatal, wenn solche Praktiken durch Entscheidungen der EU-Kommission legitimiert würden. Im Sinne des Verbraucher- und Wettbewerbsschutzes müssten vielmehr die aufgedeckten Missstände so rasch wie möglich behoben werden. Verdeckte Werbebotschaften hätten im Programm nichts zu suchen.

 

„Die Erlaubnis der bezahlten Produktplatzierung in TV-Filmen und –Serien käme einer Kapitulation des Gesetzgebers gegenüber seinem medienpolitischen Auftrag gleich, wenn keine klaren Rahmenbedingungen für die Trennung von Werbung und Programm sichergestellt sind“, so Wolff.

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