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07. Januar 2010 | Allgemeines

BDZV mit Benchmarking zur Zustellqualität der Zeitung

Nur 1,31 Reklamationen auf 1.000 Zustellvorgänge

Deutschland, das Land der zuverlässigen Zeitungszustellung. So oder so ähnlich könnte der Titel des kürzlich vom BDZV durchgeführten Benchmarkings zum Thema „Zustellqualität von Tageszeitungen“ auch lauten. Gerade einmal 1,31 Reklamationen je 1.000 Zustellvorgänge verzeichnen die deutschen Tageszeitungen im Durchschnitt, und das bei geschätzten 180.000 Zustellern, die jede Nacht 20 Millionen Zeitungsexemplare verteilen.

 

zeitungszustellungMit dem ersten branchenweiten Benchmarking hat der BDZV zusammen mit dem Hamburger IT-Dienstleister on.valco bewiesen, was schon lange vermutet wurde: „Wir haben schon immer ge­wusst, dass die Zustellung der Zeitungsverlage konkurrenzlos zuverlässig ist. Doch konnten wir das bisher nicht belegen, nun können wir es“, freut sich Jörg Laskowski, Geschäftsführer Ver­lagswirtschaft beim BDZV. Eine Fehlerquote im Promillebereich sei schon sehr gut. „Doch 100 Prozent Effektivität ist das Ziel“, so Laskowski weiter. Um diesem Ziel einen Schritt näherzu­kommen, hat sich der BDZV entschlossen, das Benchmarking-Projekt über die Pilotphase 2009 hinaus fortzuführen. „Wir haben viel positives Feedback von den 31 teilnehmenden Verlagen erhalten. Jetzt ist es an der Zeit, unsere Messgrößen und Instrumente weiter zu verfei­nern, um den Mitgliedern ein noch effektiveres Werkzeug an die Hand zu geben“, erläutert Christian Eggert, Referent für Verlagswirtschaft beim BDZV, der zusammen mit Jörg Laskowski das Benchmarking geleitet hat.

 

 

Anzahl ZustellerMit Jahresbeginn 2010 hat der Echtbetrieb begonnen und BDZV-Mitgliedsverlage können jederzeit in die Lern- und Vergleichsgruppen einsteigen. Dazu müssen sie nur die erforderlichen Daten an on.valco liefern. Abgefragt werden bei diesem bisher einmaligen Projekt in der Zeitungsbranche neben Daten wie der Größe des Zustellgebiets, Anzahl der Zusteller, Zustellvor-gängen pro Quadratkilometer auch Werte wie die Logistikorganisation des Unternehmens und die Routenplanung. Für die Eingabe der Zustell- und Reklamationsdaten hat on.valco drei Möglichkeiten zur Verfügung gestellt: Die Teilnehmer können eine eigens programmierte Online-Plattform dafür nutzen, ihre Daten in vorgefertigten Excel-Tabellen schicken oder sie direkt aus ihrem Customer-Relationship-System übertragen. „Die erste Abfrage und Eingabe aller Daten ist wirklich umfangreich und nimmt je nach Betriebsgröße ein bis drei Arbeitstage in Anspruch, doch die nachfolgenden Aktualisierungen gehen deutlich schneller“, versichert Eggert. Geplant sei, dass alle sechs Monate aktuelle Daten erfasst werden und daraus ein kontinuierliches Benchmarking entstehe.

 

Durch die Fortschreibung der Daten können Verlage schnell erkennen, welche Maßnahmen der Qualitätsverbesserung wirksam und welche weniger effektiv seien. „Wichtig zu wissen ist jedoch, dass dieses Benchmarking ein Werkzeug ist, das Daten liefert. Das Arbeiten mit diesen Daten muss jedes Verlagshaus selbst übernehmen“, erläutert Eggert. Doch soll diese Arbeit zukünftig in kleineren bis größeren Arbeitsgrup-pen geschehen. Dazu wird es mindestens einmal im Jahr für alle Teilnehmer einen Workshop geben, bei dem die Daten nicht nur ausgewertet, sondern auch interpretiert und eingeordnet werden. Ziel sei es dann, dass einzelne Verlagshäuser, die ähnliche Rahmen- und Geschäftsbedingungen aufweisen, miteinander ins Gespräch kommen und versuchen, gemeinsam Lösungen für die eine oder andere Zustellproblematik zu finden.

Zustellvorgänge„Nur wer diesen direkten Vergleich möchte, müsste dafür die Anonymität aufgeben, die das System ansonsten garantiert“, erläutert Eggert. Denn in den Auswertungstabellen sehen die Teilnehmer zunächst einmal nur, wie hoch ihre eigene Reklamationsquote ist, ob vor allem an Regen- oder Sonnentagen, an Wochenenden oder in den Ferien die Beschwerden steigen, und wie sie damit zum Durchschnitt stehen. Weder der BDZV noch irgendein anderer Teilnehmer sehe die genauen Ergebnisse der anderen. Das Prinzip Vertrauen und Kooperationsbereitschaft spiele von daher eine sehr große Rolle bei diesem Benchmarking.

Weitere Informationen zum Benchmarking erhalten Mitgliedsverlage der BDZV-Landesverbände bei Christian Eggert, BDZV, Telefon 030/726298221 oder unter eggert(at)bdzv.de.

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