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12. Juni 1998 | Allgemeines

BDZV kritisiert Tarif-Forderungen der IG Medien

Verleger: Gehälter stärker nach Funktion und Leistung differenzieren

Der Hauptvorstand der IG Medien hat Ende Mai seine Forderungen für den Neuabschluß des Tarifvertrages für arbeitnehmerähnliche freie Journalisten an Tageszeitungen sowie des Gehaltstarifvertrages für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen übermittelt. Danach sollen die Honorare für freie Journalisten einheitlich um zehn Pfennig pro Zeile beziehungsweise zehn Mark pro Bildbeitrag steigen; für Volontäre und Redakteure fordert die Gewerkschaft einen Festbetrag von 225 Mark zusätzlich.

Nach Ansicht des BDZV sind diese Forderungen nicht akzeptabel. Sie passen, so der Verhandlungsführer des Verbandes, Rüdiger Niemann, weder hinsichtlich ihrer Höhe noch ihrer Struktur in die tarifpolitische Landschaft. Bei den Honoraren für Freie ergäben sich Steigerungen bis zu circa 14 Prozent für Textbeiträge sowie circa 21 Prozent für Bilder. Im Gehaltsbereich würden sich die Volontär-Entgelte um über acht Prozent erhöhen.

Ganz abgesehen davon, daß derartige Dimensionen angesichts des wirtschaftlichen Umfeldes und der Situation der Branche völlig unrealistisch seien, sei die Aufstockung der Gehälter um einen einheitlichen Festbetrag aus prinzipiellen Gründen abzulehnen. Die Debatte um den Fortbestand der Tarifautonomie mache deutlich, daß tragfähige Lösungen für die Zukunft nur in einer stärkeren Differenzierung und Flexibilisierung kollekitiver Normen liegen können. Dies sei auch die gemeinsame Basis gewesen, von der aus BDZV und Journalisten-Organisationen die Verhandlungen über eine Reform der Struktur des Gehaltstarifvertrages für Redakteure geführt hätten. Es sei bedauerlich, so Niemann, daß sich die IG Medien mit ihrer gleichmacherischen Gehaltsforderung nun wieder von dieser Zielsetzung entferne.

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