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14. Mai 2011 | Allgemeines

BDZV: Gewerkschaften verweigern Reformen

Verhandlungen über neue Tarifverträge abgebrochen

„Wir brauchen ein wettbewerbsfähiges Tarifsystem auch für die Zukunft.“ Das betonte der Verhandlungsführer des BDZV, Werner Hundhausen, am 10. Mai 2011 vor den Mitgliedern der Bundespressekonferenz in Berlin. Zuvor hatte das Gremium auch die Gewerkschaften Deutscher Journalisten-Verband (DJV) und dju in ver.di eingeladen, ihre Sicht auf die aktuellen Tarifverhandlungen dazulegen.

PK Tarifverhanldungen 10052011 hundhausen Mayntz IHundhausen machte deutlich, dass es angesichts der wirtschaftlichen Situation der Zeitungen, die in den zurückliegenden zehn Jahren an Auflage wie an Anzeigenumsätzen spürbar verloren hätten und derzeit auch nicht wie andere Branchen von dem Aufschwung in Deutschland profitierten, maßvolle Abstriche geben müsse. Die von den Gewerkschaften dazu im Umlauf gebrachten Zahlen seien allerdings völlig übertrieben. Der angestrebte Abschluss über drei Jahre solle „eine gewisse Beruhigung in die Situation bringen“ und die Verlage in den Stand setzen, die Entwicklung neuer crossmedialer Geschäftsmodelle weiter voranzutreiben.

Anlass der Einladung in die Bundespressekonferenz war die vierte Runde der Verhandlungen über einen neuen Gehalts- und einen neuen Manteltarifvertrag, bei der es am 4. Mai 2011 in Dortmund zu keine Annäherung bei den jeweiligen Standpunkten gekommen war.

„Die Gewerkschaften blenden konsequent die wirtschaftliche Situation der Branche aus“, hatte bereits dort BDZV-Verhandlungsführer Werner Hundhausen bekräftig. Obwohl die wirtschaftliche Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren zu Ungunsten der Verlage verlaufen sei, verweigerten ver.di und der DJV jede Reform der Tarifverträge.

Die Zeitungsverleger hatten in der aktuellen Runde noch einmal ihren Lösungsansatz umfassend dargelegt. Danach soll für existierende Arbeitsverhältnisse das Jahresgehalt aus 13 Monatsgehältern bestehen. Der Gehaltstarifvertrag und der Altersversorgungstarifvertrag sollen nicht verändert werden. Des Weiteren hatten die Verleger für die Laufzeit der Tarifverträge jährliche Einmalzahlungen und für das letzte Jahr der Laufzeit eine maßvolle prozentuale Erhöhung der Tarifgehälter angeboten.

Für Berufseinsteiger denken die Verleger an eine neue Struktur des Gehaltstarifvertrags, um den veränderten Arbeitsweisen in den Redaktionen Rechnung zu tragen, wobei gleichzeitig die Gehaltssätze etwas abgesenkt werden sollen. Dies könnte, so Hundhausen, die eine Hälfte (7,5 Prozent) des erforderlichen tariflichen Änderungsbedarfs ausmachen. Weitere 7,5 Prozent sollen aus Veränderungen im Mantel- und im Altersversorgungstarifvertrag kommen. Mit diesen Vorschlägen wollen die Verleger auch einen Beitrag zur Stabilisierung des Flächentarifvertrags leisten.

Die Gewerkschaften haben hingegen jeden Versuch der Zeitungsverleger zu Reformen kategorisch abgelehnt. Sie wollen die bestehenden Tarifverträge fortschreiben.

Ort: Berlin

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