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19. September 2008 | Allgemeines

BDZV: Gewerkschaften schätzen wirtschaftliche Situation der Branche falsch ein

Verhandlungen für neue Redakteurstarifverträge vertagt

Die zweite Runde der Verhandlungen für neue Redakteurstarifverträge wurde ohne greifbares Ergebnis auf den 29. September 2008 in Berlin vertagt.

Die Verlegervertreter betonten in den Verhand­lungen, dass der Deutsche Journalisten-Verband und die dju in ver.di immer noch einer Fehlein­schätzung über die wirtschaftliche Situation der Zeitungsbranche unterlägen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssten aber die entschei­dende Grundlage für den Tarifabschluss bilden. Die Zeitungen würden - ebenso wie andere Me­dien - von den Auswirkungen der Werbezurück­haltung in der Wirtschaft erfasst, erklärte der Verhandlungsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Werner Hundhausen. Auch sei nach wie vor ein Auflagen­rückgang zu verzeichnen. Das Umsatzniveau der Zeitungsbranche liege aktuell bei den Mitte der 90er Jahre erzielten Werten, und dies zu den Kosten des Jahres 2008.

Erst wenn das von den Gewerkschaften aner­kannt werde, sei ein konkretes Angebot der Ver­leger zum Gehaltstarifvertrag (GTV) denkbar. Dann sei der BDZV auch bereit, zunächst den GTV abzuschließen und danach über die anderen Tarifmaterien, wie die Vereinbarung redakteurs­spezifischer Tarifregelungen für Onlineredak­teure, Manteltarifvertrag etc., zu verhandeln. Hundhausen betonte, auch der BDZV wolle „zü­gig ein realistisches Verhandlungsergebnis für die Redakteure erreichen“, das dazu beitrage, den Flächentarifvertrag langfristig zu sichern. Dabei werde es darauf ankommen, mit sinnvollen Lö­sungen eine verlässliche tarifliche Orientierung für die Zukunft von Mitarbeitern und Verlagen auf den Weg zu bringen.

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