Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

25. Februar 1998 | Allgemeines

BDZV: "Elektronische Pressespiegel" nur mit Genehmigung!

Zeitungsverleger im Dialog mit Bundesjustizminister Schmidt-Jortzig

Der BDZV hat noch einmal nachhaltig davor gewarnt, das Urhebergesetz auf sogenannte "elektronische Pressespiegel" auszudehnen. Eine Delegation des BDZV unter Leitung von Vizepräsident Helmut Heinen machte in einem Gespräch mit Bundesjustizminister Edzard Schmidt-Jortzig am 16. Februar 1998 in Bonn deutlich, daß eine Ausdehnung des § 49 des Urhebergesetzes sowie weitgehende europäische Zwangslizenzen im digitalen Medienbereich von der Zeitungsbranche abgelehnt würden.

Dabei gehe es nicht darum, "elektronische Pressespiegel" zu verbieten. Allerdings müßten bei jeder Produktion eines "elektronischen Pressespiegels" die entsprechenden Genehmigungen der Verlagshäuser vorliegen. Nur so könne sichergestellt werden, daß weder Auflage noch Anzeigenumfang der Zeitungen beeinträchtigt und darüber hinaus auch das Engagement der Zeitungsverlage beim Aufbau von Online-Diensten nicht gefährdet würden. Die BDZV-Delegation erläuterte dem Minister, daß es bereits entsprechende Vereinbarungen zwischen Zeitungsverlagen einerseits und Produzenten beziehungsweise Beziehern von "elektronischen Pressespiegeln" andererseits gebe. Hier könnten die Verlage "praxisgerechte Lösungen" anbieten.

Industrie-Unternehmen und deren Verbände haben ein vehementes Interesse daran, daß der § 49 (Abs.1) Urhebergesetz auf die "elektronischen Pressespiegel" ausgedehnt wird. Mit einem entsprechenden Appell hatten sich die interessierten Branchen an den Justizminister gewandt. Würden diese Vorstellungen umgesetzt, hätte dies zur Folge, daß Zeitungen und Online-Dienste ohne Zustimmung der Verlage ausgewertet und die so gewonnenen Inhalte (Textbeiträge, Fotos, Bewegtbilder, etc.) in "elektronischen Pressespiegeln" beziehungsweise jenseits der Zeitungsverlage produzierten Online-Diensten verbreitet werden könnten.

zurück