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25. Februar 2000 | Allgemeines

Bayern strikt gegen Werbeverbot für Bier

Deutscher Brauerbund kritisiert Bundesgesundheitsministerium

Bayern lehnt ein Werbeverbot für Bier strikt ab. Entsprechende Überlegungen von Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer seien "völlig inakzeptabel und weltfremd", erklärte die bayerische Staatsregierung anlässlich ihrer Kabinettssitzung am 15. Februar 2000 in München.

Die bayerischen Brauereien, die in einem scharfen nationalen und internationalen Wettbewerb stünden, gehörten "untrennbar zur Kultur und Tradition Bayerns", sagte der bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu. Er erinnerte an das aus Bayern stammende Reinheitsgebot für in Deutschland gebrautes Bier: Als Produktinformation müsse es den Brauereien weiterhin möglich sein, auf das Reinheitsgebot als ältestes Lebensmittelgesetz der Welt hinzuweisen. Zuvor hatte auch der Deutsche Brauerbund die Ankündigung des Bundesgesundheitsministeriums, die Werbung für alkoholische Getränke weitestgehend einschränken zu wollen, nachdrücklich kritisiert. Dies käme einer "Entmündigung des Verbrauchers" gleich. Ein unsachgemäßer Umgang mit Alkohol sei keine Folge der Werbung sondern in erster Linie sozialer Protest gegen Arbeitslosigkeit, Ausdruck eines Mangels an Selbstkontrolle und Resignation aufgrund sozialer Entwicklungsstörungen, stellte der Deutsche Brauerbund fest. Nach Ansicht des Verbandes lassen sich "Eigenverantwortung und Lebenskompetenz nicht durch Verbote erzwingen". Eine Verteufelung jeglicher Form des Alkoholgenusses könne deshalb nicht zielführend sei. Es bedürfe nicht des erhobenen Zeigefingers, sondern vielmehr "glaubhafter alltagstauglicher Botschaften".

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