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10. Mai 2000 | Allgemeines

Bayerischer Zeitungsverlegerverband künftig Cross-Media Organisation

Jahrestagung in Straubing/ Branche blickt optimistisch in die Zukunft

Der Verband Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV) wird sich zum Cross-Media-Verband wandeln. Zu seinen satzungsmäßigen Aufgaben soll künftig auch der Bereich der elektronischen Medien gehören. Dies beschloss der Vorstand des VBZV am 4. Mai 2000 anlässlich seiner Jahrestagung in Straubing.

"Zeitungsverlage beschränken sich schon längst nicht mehr auf das Verlegen von gedruckten Zeitungen. Wir sind moderne Medienmacher. Zu unserer Welt gehören auch die elektronischen Medien, vor allem das Internet", erklärte in diesem Zusammenhang der Verbandsvorsitzende Dr. Hermann Balle, zugleich Verleger des "Straubinger Tagblatts". Weiter warnte Balle davor, dass die Verlage die journalistische Kompetenz ihrer Redaktionen nicht aus dem Auge verlieren dürften: "Der elementare Vorgang der Verarbeitung und Aufbereitung von Texten" werde noch stärker das publizistische Anliegen der Zeitungsverleger sein müssen. Gerade durch den souveränen Umgang mit Informationen werde sich das Medium Zeitung im Strom der elektronischen Informationsflut behaupten können.

Scharf kritisierte der Verbandsvorsitzende das Erscheinen ausschließlich werbefinanzierter Gratiszeitungen und warnte in diesem Zusammenhang vor dem Entstehen eines "19/49-Journalismus", der sich zwangsläufig auf attraktive Werbezielgruppen wie die der 19- bis 49-jährigen ausrichten müsse. Der VBZV halte am Leitbild des "qualitativ hochstehenden Journalismus fest, der allen Lesern mit seriöser Information" diene. Die wirtschaftliche Lage der bayerischen Zeitungen bezeichnete Balle als "befriedigend". Insgesamt blicke die Branche "mit Optimismus in die Zukunft". Die Nutzung der neuen elektronischen Medientechnologien bringe den Zeitungsverlagen neue Perspektiven.

Staatsminister Erwin Huber erklärte in seiner Gastrede, dass es "der große Auftrag der Zeitungen" sei, im Meer der Quantität die Inseln der Qualität zu finden. Dies sei die "große Chance der wertorientierten Print-Medien gegenüber der wertneutralen und unselektiven Flut von Daten, zum Beispiel im Internet".

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