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27. Oktober 2006 | Allgemeines

„Ausverkauf der kreativen Leistung“

Aktionsbündnis Kopiervergütung stellt Weißbuch vor

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neufassung des Urheberrechts wird von zahlreichen Verbänden der Journalisten und Autoren wie auch der Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchverleger scharf kritisiert. Das Aktionsbündnis Kopiervergütung, dem neben 15 weiteren Medienverbänden auch der BDZV angehört, hat am 24. Oktober 2006 in Berlin die Kritikpunkte in einem Weißbuch dargelegt.

„Das Weißbuch war notwendig, weil der Regie­rungsentwurf die Urheber gegenüber der Indust­rie deutlich benachteiligt“, erläuterte Ferdinand Melichar von der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort). Aufgrund der Regierungspläne werde die Vergütung der Autoren bei Privatkopien deut­lich sinken. Mit dem nun vorgelegten Weißbuch wolle man die Politiker darüber aufklären, warum diese Pläne zum so genannten Zweiten Korb den Ausverkauf der kreativen Leistung bedeuteten, sagte Melichar. Bisher erhielten die Urheber für die Möglichkeit des privaten Kopierens ihrer Werke eine von der Geräteindustrie an die Ver­wertungsgesellschaften abzuführende Summe. Diese Summe, die bisher für jedes Gerät festge­legt war, soll künftig prozentual an den Geräte­preis gekoppelt werden. „Statt die Vergütung von willkürlichen Preisfestsetzungen der Industrie abhängig zu machen, fordert das Bündnis wie bisher einen festen Betrag je Gerät“, erklärte Melichar.

Die Kreativen in Deutschland leisteten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Innovations­standorts und trügen damit erheblich zum Wirt­schaftswachstum und zur Schaffung von Arbeits­plätzen bei. Eine Politik, die diese Interessen stärke, fördere somit auch den Wirtschaftsstand­ort Deutschland. Deswegen müsse „der Zweite Korb dringend neu geflochten“ werden.

Das knapp 150 Seiten umfassende Weißbuch verdeutlicht den Aufbau, Sinn und Zweck der Kopiervergütung. Es wird allen 614 Bundestags­abgeordneten zur Verfügung gestellt. Am 8. und 20. November 2006 finden Anhörungen zum Re­gierungsentwurf im Rechtsausschuss des Deut­schen Bundestags statt. Über die Landesver­bände angeschlossene Mitgliedsverlage des BDZV können ein gedrucktes Exemplar des Weißbuchs unentgeltlich anfordern über: BDZV, Yvonne Abraham, Telefon 030/726298231, E-Mail abraham@bdzv.de.

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