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02. April 2004 | Allgemeines

Ausstieg der ARD aus dem Digitalradio wäre das Ende des DAB-Systems

APR: „Die Entwicklungschancen der Gattung Radio taugen nicht als Tauschobjekt bei der Rundfunkgebühr“

„Die Entwicklungschancen der Gattung Radio taugen nicht als Tauschobjekt bei der Rundfunkgebühr“, warnt Felix Kovac, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR). Hintergrund sind Planspiele bei der ARD, die für das Digitalradio (DAB) vorgesehenen Ausgaben zu streichen, um rund zwei Cent bei der Rundfunkgebühr zu sparen.

Alleine bei den aufwändigen Werbekampagnen, Off-Air-Events und Online-Aktivitäten der ARD gebe es „ein weitaus höheres Sparpotenzial, das die gesamte Gebührenerhöhung überflüssig macht“, schätzt Kovac. Der Aufbau einer neuen Infrastruktur für den Rundfunk sei immer eine öffentliche Aufgabe gewesen. Zeitlich befristet zugelassene Privatsender hätten das noch nie stemmen können. Der Ausstieg der ARD aus dem Digitalradio werde daher nach Einschätzung der APR zum Ende des DAB-Systems führen.

 

Alternativen zu DAB seien derzeit jedoch nicht in Sicht. Das Ziel, der Gattung Radio eine Zukunft in der digitalen Medienwelt zu ermöglichen, werde die Medienpolitik „ja nicht ernsthaft aufgeben“. Über eine neue Digitalisierungsstrategie für die Gattung Radio müsse man reden, fordert die APR weiter. Dabei sei auch DAB als System zu überprüfen. Die Entwicklung und Einführung eines besseren Systems sei jedoch nicht zum Nulltarif zu haben. „Wer heute bei DAB den Stecker zieht, muss zugleich den Rundfunkanstalten und den Landesmedienanstalten Forschungsmittel belassen, um eine Alternative zu schaffen“, fordert Kovac. Keinesfalls dürften die Frequenzen komplett für andere Nutzer freigegeben werden. Der Vorrang der Nutzung durch das Radio sei zu wahren.

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