Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

01. März 2004 | Digitales

Ausbau des Virtuellen Arbeitsmarkts gestoppt

Kostenexplosion bei Online-Jobbörse / Auftragsvergabeverfahren werden überprüft

Der neue Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, hat den Ausbau des so genannten Virtuellen Arbeitsmarktes gestoppt. Hintergrund sind technische Mängel und hohe finanzielle Risiken. Laut BA hätten jüngste Berechnungen ergeben, dass statt der ursprünglichen 65 Millionen Euro der Virtuelle Arbeitsmarkt mit seinen geplanten Erweiterungen bis 2008 Kosten von mindestens 125 Millionen Euro verursacht hätte. Darin nicht enthalten seien weitere 40 Millionen Euro Kosten für eine Erweiterung des BA-internen Netzes.

Verschoben werden laut BA insbesondere die geplanten Verknüpfungen der Online-Stellenbörse mit den Vermittlungs- und Beratungssystemen in den Arbeitsagenturen. Zunächst werde die Online-Stellenbörse selbst nachgebessert, da das System nicht immer die passenden Stellen- oder Bewerberangebote geliefert hat. Darüber hinaus war es zu langsam und es ist regelmäßig zu Systemabstürzen gekommen.

Inzwischen untersucht die Innenrevision das gesamte Projekt des Virtuellen Arbeitsmarkts. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Frage gelenkt, ob alle Auftragsvergaben im Rahmen des Projektes korrekt erfolgt sind. Es gibt Hinweise, dass Aufträge an der dafür zuständigen Vergabestelle vorbei vergeben worden seien.

Der BDZV hatte schon frühzeitig seine Kritik an der Online-Jobbörse der BA geäußert (siehe „BDZV Intern“ Nr. 28/2003 vom 4. Dezember 2003). Mit dem Virtuellen Arbeitsmarkt spricht die BA zielgerichtet jene Personen an, die sich noch in einem Arbeitsverhältnis befinden und eventuell an neuen Aufgaben interessiert sind. Dieser Bereich wird über die Stellenanzeigen in Zeitungen und Fachmedien, freie Personalberater und Online-Jobbörsen optimal bedient. Diese Bedenken äußerten Vertreter des BDZV in Treffen mit dem Vorstand der BA sowie zuletzt in einem Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement.

 

Quelle, dpa vom 25.2.04; Spiegel online vom 26.2.04

zurück