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29. Januar 2013 | Allgemeines

Auflagen: E-Paper-Verkauf steigt um 75 Prozent

Print + E-Paper: 22,6 Millionen verkaufte Exemplare pro Erscheinungstag

Die E-Paper-Verkaufszahlen der deutschen Zeitungen haben im vierten Quartal 2012 erneut Rekordwerte erreicht. Nachdem die Verlage im Vorquartal noch 227.669 verkaufte Exemplare gemeldet hatten, waren es nun 275.865. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Zuwachs von 75,36 Prozent oder 118.547 Exemplaren; zu Dezember 2009 mehr als eine Verdreifachung. Auch die Zahl der Zeitungstitel, die überhaupt digitale Faksimile anbieten, stieg erneut (2012: 124 / 2011: 90).

Insgesamt verkauften die deutschen Zeitungs­verlage im vierten Quartal 22,58 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erschei­nungstag (E-Paper + Print). Die Tageszeitungen kamen auf 17,84 Millionen Exemplare. Davon entfielen 13,07 Millionen auf die lokalen und regi­onalen Abonnementzeitungen, gut 3,37 Millionen auf die Kaufzeitungen und weitere 1,4 Millionen auf die nach der Einstellung der "Financial Times Deutschland" (FTD) nunmehr neun überregiona­len Blätter. Zum gleichen Zeitpunkt verbuchten die Wochenzeitungen 2,97 Millionen verkaufte Exemplare, die Sonntagzeitungen fanden wö­chentlich 1,77 Millionen Käufer.

 

Abos besonders wichtig

 

Nach wie vor bleibt das Abonnement das Rückgrat der Verlage. Auf diesem Vertriebsweg wurden 15,56 Millionen Exemplare und damit zwei Drittel der Zeitungsauflage abgesetzt. Be­sonders wichtig ist das Abogeschäft für die Lokal- und Regionalzeitungen (11,87 Millionen Exemp­lare); dies entspricht 91 Prozent ihrer Gesamt­auflage. Dahinter folgten prozentual die Wochen­zeitungen (83 Prozent / 1,49 Millionen Exemp­lare), die überregionalen Blätter und die Sonn­tagszeitungen. Sie verbreiteten 62 beziehungs­weise 38 Prozent ihrer Auflage über diesen Ka­nal. Von geringer Bedeutung ist das Abonnement hingegen traditionell für die Boulevardzeitungen, die hierüber nur gut sechs Prozent ihrer Exem­plare an den Käufer brachten (215.000 Exem­plare). Gegenüber dem vierten Quartal 2011 be­deutet dies jedoch einen Anstieg um fünf Pro­zent.

 

Beim Kioskgeschäft zeigte sich – erwartungs­gemäß – ein ganz anderes Bild. Hier führten die Kaufzeitungen die Statistik deutlich an (2,96 Milli­onen Exemplare / 88 Prozent). Die Überregiona­len kamen auf 168.616 Exemplare. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen setzten im Einzelgeschäft 637.192 Exemplare ab, die Wo­chenzeitungen 106.513 und die Sonntagszeitun­gen 1,58 Millionen Exemplare, was in dieser Gruppe 53 Prozent der Auflage entsprach. Insge­samt entfielen auf diesen Vertriebsweg 5,49 Milli­onen Ausgaben, also gut ein Viertel der Gesamt­auflage.

 

Eine Million Exemplare wurde als Sonstiger Verkauf und 563.150 Stück als Bordexemplare verbucht, die aufgrund ihrer besonders mobilen und attraktiven Leserschaft gesondert ausgewie­sen werden. Neben den Überregionalen waren vor allem die Sonntageszeitungen in diesem Segment besonders stark (178.783 Exemplare / sechs Prozent).

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