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07. Mai 2004 | Allgemeines

Auch niedersächsische Zeitungsverlage leiden unter Konjunkturkrise

Jörg-Peter Knochen neuer VNZV-Vorsitzender/BDZV-Präsident Heinen kritisiert Werbefeindlichkeit auf EU-Ebene

Die Auswirkungen der Konjunkturkrise auf die Zeitungsbranche standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Verbands Nordwestdeutscher Zeitungsverlage (VNZV) am 28. April 2004 in Braunschweig.

Die Verlage hätten bereits im dritten Jahr unter drastischen Einbrüchen im Anzeigengeschäft und leichten Auflagenrückgängen zu leiden, beschrieb Peter-Jürgen Lesemann, scheidender Vorsitzender der Landesorganisation, die Probleme. Auch die hohen Tarifabschlüsse der Vorjahre hätten dazu beigetragen, dass die Zeitungshäuser an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit gelangt seien. Erstmals hätten einige Verlagshäuser daher betriebsbedingte Kündigungen in größerem Ausmaß aussprechen müssen. Lesemann versicherte, dass in den Häusern alles getan werde, um die gegenwärtige Krise „einigermaßen unbeschadet zu überstehen“. Wann mit einer Besserung der Verhältnisse zu rechnen sei, sei jedoch schwer zu prognostizieren.

 

BDZV-Präsident Helmut Heinen erläuterte anlässlich der Jahreshauptversammlung unter anderem die Probleme bei der von der Regierung geplanten Novellierung der Pressefusionskontrolle. Heinen machte ferner darauf aufmerksam, dass die Werbefeindlichkeit der Europäischen Union immer weiter zunehme. Nach dem erneuten Tabakwerbeverbot, gegen das die Bundesregierung klagt, richte sich der Aktionismus von EU-Kommissar David Byrne gegen Lebensmittel- und Automobilwerbung. Dank einer Vielzahl unterschiedlichster Aktionen sei es gelungen, die schlimmsten Beschränkungen für die Zeitungen einzudämmen. Gleichwohl gelte es, den Kampf gegen Werbeverbote fortzusetzen.

 

Der Geschäftsführer des Europäischen Zeitungsverlegerverbands ENPA, Dietmar Wolff, machte in seinem Gastvortrag deutlich, wie die Zeitungen in der Europäischen Union bei getrennten Märkten durch gemeinsames Lobbying weiter stärken können.

Anlässlich der Mitgliederversammlung des VNZV wurde Jörg-Peter Knochen („Oldenburgische Volkszeitung“, Vechta) zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt Peter-Jürgen Lesemann („Braunschweiger Zeitung“) nach, der nicht mehr kandidiert hatte. In den geschäftsführenden Vorstand neu gewählt wurde Ewald Dobler, Verleger der „Alfelder Zeitung“. Neben Jörg-Peter Knochen und Ewald Dobler gehören dem VNZV-Vorstand ferner an: Herbert Flecken (Hannover), Martin Röhrbein (Walsrode), Herbert Siedenbiedel (Oldenburg), Dr. Friedhelm Haak (Hannover), Manfred Adrian (Wilhelmshaven), Jürgen Borgarth (Bremervörde), Constanze Mahnkopf (Holzminden), Günther Niemeyer (Hameln), Burkhard Schaper (Springe), Jürgen Wegmann (Nordhorn) und Ernst-Jürgen Wenske (Syke).

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