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22. Januar 2004 | Allgemeines

ARD plant höhere Ausgaben im Internet

KEF rügt Senderverbund wegen fehlenden Online-Konzepts

Das Online-Angebot der ARD bleibt ein Dorn im Auge der Finanzkontrolleure von der KEF, urteilt der Hamburger Branchendienst „text intern“. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hat in ihrem vor kurzem vorgelegten Bereicht vor allem moniert, dass die ARD nicht reagiert hat. Bereits in dem vorangegangenen Bericht hatte die Kommission ein Online-Konzept der ARD angemahnt, auf dessen Grundlage über die Finanzausstattung entschieden werden sollten.

2002 hatte die KEF die ARD aufgefordert, klare Kriterien für die Begrenzung und Konzentration auf Programmbeleitung im Internet vorzulegen. Mehrfach war auch der BDZV in diesem Zusammenhang aktiv geworden. So hatte etwa BDZV-Vizepräsident Dr. Richard Rebmann anlässlich einer Podiumsdiskussion kürzlich in Köln den KEF-Vorsitzenden Rainer Conrad auf die ständig zunehmende Kommerzialisierung der ARD-Angebote hingewiesen. Nun stellt die Kommission fest: „Zum Kern der Forderung der Kommission, nämlich einer Begrenzung der Online-Aktivitäten auf den Programmbezug in einem engeren als im bisher verstandenen Sinne, hat sich die ARD trotz ansonsten sehr umfangreicher Ausführungen „nicht in verwertbarer Weise geäußert.“

Folgerichtig sei – so gesehen –, dass die ARD ihre geplanten Ausgaben für das Internet noch einmal deutlich erhöht habe. Insgesamt beantragte die ARD 208 Millionen Euro für die kommende Gebührenperiode, die von 2005 bis 2008 dauert. Dagegen findet die KEF, dass die einzelnen Rundfunkhäuser zu viel Geld für ihre Websites beanspruchen. Vor dem Hintergrund der denkbaren Synergieeffekte sei dies „kaum nachvollziehbar“. Auch die großen Unterschiede zwischen den einzelnen Anstalten seien nicht akzeptabel. Daneben verweist die KEF auf die geänderten Rahmenbedingungen. Im jüngsten Rundfunkänderungsstaatsvertrag haben die Länder die Online-Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender auf einen unmittelbaren Programmbezug begrenzt. „Der damit verbundenen Erwartung einer Beschränkung des Aufwands würde die vorgesehene Ausweitung zuwiderlaufen“, stellt die Kommission fest.

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