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22. November 2002 | Allgemeines

ARD: Online-Angebot wird nicht zu Lasten der Zeitungen ausgebaut

Kommission soll Konsenspapier ausarbeiten / Heinen im Gespräch mit Pleitgen

Die ARD beabsichtige nicht, ihre Angebote im Internet zu Lasten der Zeitungen auszubauen. Dies erklärte der WDR-Intendant und ARD-Vorsitzende Fritz Pleitgen in einem Gespräch mit BDZV-Präsident Heinen und Mitgliedern der Geschäftsführung des BDZV am 20. November 2002 in Köln.

Es liege weder im Interesse der öffentlich-rechtlichen Anstalten, Anzeigen im Internet zu veröffentlichen, noch, in das lokale Kerngeschäft der Zeitungsverlage einzubrechen. BDZV-Präsident Helmut Heinen hatte zuvor festgestellt, dass von öffentlich-rechtlichen Internetangeboten eine massive Bedrohung für die Verlage ausgehe, der gegebenenfalls auf rechtlichem Wege begegnet werden müsse.

 

Der BDZV hat in einer umfassenden Doku-mentation, die kontinuierlich fortgeschrieben wird, den Nachweis erbracht, dass die Anstalten jenseits der rechtlichen Grenzen im Internet aktiv sind. So seien Anzeigenportale mit umfassenden Stellenmärkten, lokale Restaurantführer, Chat-Angebote ohne redaktionellen Bezug, Online-Computerspiele und viele weitere Angebote unvereinbar mit dem Rundfunkstaatsvertrag. Mit fortwährenden werblichen Hinweisen auf kommerzielle Anbieter verstießen die Sender zudem gegen das gesetzliche Werbeverbot für ARD und ZDF im Internet.

 

Die Verleger fordern von den Sendern, eindeutige Selbstbeschränkungen einzugehen, wie sie ursprünglich von den Anstalten selbst ins Gespräch gebracht worden waren. Der ARD-Vorsitzende sagte zu, die Beschwerden der Verleger in die zuständigen Gremien einzubringen. Eine gemischte Kommission aus BDZV und ARD wird zudem ein Konsenspapier vorbereiten.

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