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26. Juli 2001 | Digitales

AOL: Internet-Flatrate für 39,90 Mark im Monat

Ab August Pauschaltarife für analoge, ISDN- und DSL-Anschlüsse / Begrenzung auf 1.000 Neukunden pro Woche

Eine neue Runde im Streit um eine günstige Flatrate läutete AOL ein: Zum 1. August 2001 können User für pauschal 39,90 Mark pro Monat unbegrenzt im Internet surfen. Dieses Angebot gilt sowohl für die Einwahl über analoge Telefonanschlüsse als auch ISDN- und DSL-Zugänge. „Das ist der günstigste echte Pauschaltarif in Deutschland“, warb lautstark Uwe Heddendorp, Geschäftsführer von AOL-Deutschland.

Die neue Flatrate will Heddendorp vor allem als politisches Signal verstanden wissen. Besonders dem E-Commerce verspricht Heddendorp dadurch mächtigen Auftrieb. Bisher seien die ständig laufenden Gebühren ein Hemmnis für das Online-Shopping. In den USA hätten sich mit Einführung einer 22 Dollar-Flatrate die E-Commerce-Umsätze verhundertfacht. Zunächst werden allerdings bei AOL nur 1.000 Neukunden pro Woche freigeschaltet. Hierüber entscheidet das Los. Bei rund zweieinhalb Millionen AOL-Kunden würde es 48 Jahre dauern, bis jeder in den Genuss der Flatrate käme.

 

Dass die Zahl der Flatrate-Neukunden auf 1.000 pro Woche begrenzt werden muss, wirft Heddendorp der Deutschen Telekom vor. Diese stelle anderen Online-Diensten so hohe Vorleistungen für die Nutzung des Ortsnetzes in Rechnung, dass jeder Flatrate-Kunde bei AOL weit höhere Kosten als Erlöse verursache. AOL hoffe aber auf die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), die prüfe, ob die Telekom damit nicht gegen das Telekommunikationsgesetz verstoße. Laut diesem Gesetz ist die Telekom verpflichtet, anderen Access-Providern Angebote in Höhe ihrer Selbstkosten zu machen.

 

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.7.2001

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