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02. November 2006 | Allgemeines

Anzeigengeschäft der Zeitschriften wächst

Abonnement stabil / Einzelverkauf leidet

Das Anzeigengeschäft der Publikumszeitschriften hat sich 2006 besser als erwartet entwickelt. Laut Nielsen Media Research verbuchten die Zeitschriften in den ersten neun Monaten bei den Brutto-Anzeigeneinnahmen ein Plus von 8,7 Prozent, erklärte Karl Dietrich Seikel, Geschäftsführer des Spiegel-Verlags und Vorsitzender der Publikumszeitschriften im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), am 1. November 2006 bei der Jahrespressekonferenz der Organisation in Berlin. Der Umsatz der VDZ-Mitgliedsverlage stieg im Jahr 2005 um 2,7 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro.

Voraussichtlich bleibe zum Jahresende erst­mals seit fünf Jahre netto mehr Geld in den Kas­sen der Verlage. Auch für das Jahr 2007 geht der VDZ von einem Anzeigenplus von rund zwei Pro­zent aus. Als Gründe nannte Seikel die insgesamt positive Konjunkturentwicklung, aber auch das wieder gestiegene Qualitätsbewusstsein der Verbraucher. Die „Geiz-ist-geil“-Haltung sei vor­bei. Unternehmen investierten stärker in Image­werbung, von der Zeitschriften besonders profi­tierten. So nehme laut der Gesellschaft für Kon­sumforschung (GfK) erstmals seit Jahren die Zahl der Verbraucher ab, die zuerst auf den Preis achteten. Gleichzeitig sei die Zahl der Kunden, die an einem Qualitätsvorsprung von Markenarti­keln glaubten, laut Verbraucheranalyse im Jahr 2006 um zehn Prozentpunkte gestiegen.

Seikel führte weiter aus, dass die Entwicklung der Abonnements im laufenden Jahr eine stabile bis leicht positive Tendenz zeige, dagegen leide vor allem der Einzelverkauf. Hierfür machte der Vorsitzende der Publikumszeitschriften zum einen die Interessenverschiebung bei Jugendlichen und jungen Leuten verantwortlich, die eher im Internet recherchierten, als regelmäßig zu einer Zeitschrift zu greifen. Auch dürfte der – eigentlich erfreuliche – Zuwachs bei den Abonnements auf Kosten der Einzelverkäufe gehen. Hinzu komme eine stei­gende Kostenbelastung der Haushalte, die dann womöglich auf den Kauf von Zeitschriften ver­zichten müssten.

VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner bes­tätigte, dass die Zeitschriftenbranche „opti­mis­tisch bis erwartungsvoll“ auf das zuende ge­hende Jahr 2006 und das Folgejahr blicke. Auf zwei Wachstumsfeldern sähen die Zeitschriften­verle­ger für die Zukunft besonders gute Chancen, nämlich im Ausland und Online. Dies habe auch eine Umfrage unter den VDZ-Mitgliedern erge­ben, die nach Vertrieb und Anzeigen für das Jahr 2007 das Internet als wichtigstes Thema für die Branche charakterisieren. Der Umsatzanteil des Internets am Verlagsgeschäft soll bis 2009 von derzeit 4,6 Prozent auf 11,6 Prozent steigen, der mobiler Dienste von 0,2 auf 2,0 Prozent.

Im Rahmen der Zeitschriftentage am 2. und 3. November 2006 in Berlin verleiht der VDZ bei seiner „Publishers´ Night“ die Auszeichnung „Gol­dene Victoria“. Preisträger 2006 sind Franz Be­ckenbauer, der den Ehrenpreis für überragendes Deutschland-Engagement erhält, Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber als Unternehmer des Jah­res sowie der Lebensmittelhändler Edeka als Print-Kunde des Jahres.

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