Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

23. Oktober 2002 | Allgemeines

Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet klar definieren!

Zeitungsverleger setzen auf klare Vorgaben durch Ministerpräsidenten-Konferenz

Der BDZV begrüßt, dass die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Konferenz vom 23. bis zum 25. Oktober 2002 kurzfristig auch den Funktionsauftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf die Agenda gesetzt haben. Die Zeitungsverleger erwarten, dass die expansiven Internet-Angebote von ARD und ZDF zurückgefahren werden.

Gerade angesichts der derzeitigen wirtschaftlich schwierigen Lage der Branche erscheine die zunehmende Konkurrenz durch erweiterte Medienangebote der Rundfunkanstalten äußerst problematisch, erklärten die Verleger in verschiedenen Schreiben an die Ministerpräsidenten der Länder. Vor diesem Hintergrund sei eine grundsätzliche Auseinandersetzung über den „Funktionsauftrag“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sehr zu begrüßen.

 

Gleichzeitig warnten die Verleger jedoch davor, in den Staatsvertrag nur eine sehr allgemeine Ausformulierung aufzunehmen und den Sendern im Übrigen die Definition ihres Auftrags in sendereigenen Richtlinien selbst zu überlassen. Der BDZV habe mehrfach dargelegt, dass ARD und ZDF „ein sehr ausuferndes Verständnis ihres Auftrags insbesondere im Internet“ hätten. Hier gebe es nicht nur eine zunehmende Kommerzialisierung, beide Sender gingen qualitativ und im nachrichtlichen Bereich auch quantitativ weit über den Inhalt ihrer Rundfunkprogramme hinaus und würden obendrein durch Kooperationen mit privaten Anbietern gegen das Werbe- und Sponsoringverbot verstoßen. Da die Intendanten des ZDF und einiger ARD-Anstalten bereits angekündigt hätten, dass diese Aktivitäten durch ihren Auftrag gedeckt seien und weiter fortgeführt werden sollten, erscheine aus Sicht der Zeitungsverleger eine Regelung durch sendereigene Richtlinien als nicht geeignetes Instrument. Die Zeitungsverleger schlugen daher vor, die Ministerpräsidentenkonferenz möge vor einer entgültigen Entscheidung über eine Staatsvertragsänderung zunächst eine intensive Debatte mit allen Betroffenen anregen und führen.

zurück