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22. Juli 1998 | Allgemeines

Agenturen führen Rechtschreibung gemeinsam ein

dpa: Frühestens Sommer 1999 wird umgesetzt

Die deutschsprachigen Nachrichtenagenturen wollen über die Umsetzung der Rechtschreibungreform erst nach der Volksabstimmung in Schleswig-Holstein am 27. September 1998 endgültig entscheiden.

Die Agenturen beschlossen am 14. Juli 1998 in Hamburg nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, wegen des erheblichen Aufwandes für die Medien abzuwarten, bis klar ist, ob es eine einheitliche Regelung in Deutschland geben wird. Mit der Umsetzung durch die Nachrichtenagenturen sei nicht vor Sommer 1999 zu rechnen, erklärte in diesem Zusammenhang dpa-Chefredakteur Dr. Wilm Herlyn. Rechtzeitig vorher werde eine gemeinsame Interpretation des Regelwerks durch die Agenturen vorgelegt, um den Medien hinreichend Zeit für die Umstellung beispielsweise von Redaktionssystemen und Datenbanken zu geben. Wie die Deutsche Presse-Agentur weiter mitteilte, habe die Mehrheit der Print-Medien bei Befragungen für die Umsetzung der Reform plädiert, jedoch ausreichende Vorbereitungszeit gefordert. An dem Beschluß waren die Agenturen AFP, AP, ddpADN, dpa, epd, KNA, rtr, SID, vwd, APA (Österreich) und SDA (Schweiz) beteiligt.

Der BDZV macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, daß die Verlage bei der Umstellung von Redaktionssystemen und Datenbanken daran denken müßten, wie in Zukunft mit Archivmaterial verfahren werden soll, das vor dem Stichtag erschienen ist. Ferner müßten auch Anzeigenkunden gegebenenfalls bei der Anwendung der neuen Rechtschreibregeln beraten werden. Nicht zuletzt müsse darüber nachgedacht werden, in welcher Form Leserbriefe gegebenenfalls in der Zeitung abgedruckt werden.

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