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06. Dezember 2001 | Ausland

Afghanistan: Journalisten fordern mehr Sicherheit

Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ hat von den neuen Machthabern in Afghanistan und besonders der Nordallianz gefordert, die Sicherheit von ausländischen Reportern in dem verwüsteten Land zu garantieren. Acht Journalisten seien binnen weniger Tage in Afghanistan getötet worden, sagte der Generalsekretär der internationalen Menschenrechtsorganisation, Robert Ménard, am 30. November 2001 am Rand der Afghanistan-Konferenz in Bonn. Damit hätten die Journalisten einen höheren Blutzoll gezahlt als westliche Bodentruppen in Afghanistan. Angeblich soll der Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar seinen Kämpfern für jeden erschossenen Journalisten ein Kopfgeld versprochen haben. Dies berichtete der „Guardian“, dem zufolge Mullah Omar jedem Kämpfer, der einen westlichen Journalisten erschießt, 50.000 Dollar zahlen wolle.

 

Bereits in der letzten Novemberwoche hatten ARD und ZDF ihre Berichterstatter in Afghanistan „zu größter Zurückhaltung“ angehalten. Außerdem wurde von der ARD eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Schutzmaßnahmen für Journalisten in Kriegs- und Krisenregionen erarbeiten soll. ARD-Chef Fritz Pleitgen hat in diesem Zusammenhang auch das ZDF, den Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation sowie den BDZV angeschrieben und um Mitwirkung gebeten. „Ich stelle fest, dass immer mehr Reporterinnen und Reporter ihre Arbeit mit dem Leben bezahlen“, sagte Pleitgen in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Er habe selbst keine sichere Lösung, wie man sie besser schützen könne, vielleicht sollte für Journalisten in Kriegsgebieten ein international anerkannter Sonderstatus gelten. Auf alle Fälle dürften sie nicht mehr als „Freiwild“ erscheinen.

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