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14. Oktober 2004 | Allgemeines

ACTA 2004: Höhenflug bei Auktionen und Produktinformationen

Klassische Zeitungs- und Zeitschrifteninhalte im Internet weniger gefragt

Die Reichweite des Internets ist innerhalb eines Jahres nochmals beachtlich gewachsen (58,8 Prozent der 14- bis 64-Jährigen), die Nutzungsintensität ist weiter gestiegen und die Nutzungsdauer konstant. Vor allem als Lieferant für Produktinformationen erlebt das Internet einen Höhenflug. Dies sind einige der Kernergebnisse der Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA), die am 7. Oktober 2004 in Hamburg vorgestellt wurde.

Das Internet sei als Massenmedium noch größer und als Alltagsmedium noch wichtiger geworden, sagte die Leiterin des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD), Professor Renate Köcher, bei der Präsentation der Ergebnisse. In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen sind mittlerweile fast drei Viertel im Netz, bei den 60- bis 64-Jährigen knapp ein Viertel. Fast 30 Prozent der User sind täglich unterwegs, weitere 20 geben an, mehrmals wöchentlich online zu gehen. Die jeweilige Dauer der Nutzung ist seit fünf Jahren recht konstant: 40 Prozent bleiben eine halbe bis eine Stunde im Internet, 30 Prozent ein bis zwei Stunden und 20 Prozent weniger als eine halbe Stunde. Die große Mehrheit besucht meist die selben Seiten: Bei 40 Prozent sind es ein bis fünf, bei weiteren 30 Prozent sechs bis maximal zehn Seiten. 40 Prozent der Nutzer halten die tägliche Information via Internet für unverzichtbar. Dabei sind die meistgesuchten Informationen Reiseziele (73 Prozent), Informationen für Schule und Ausbildung (71 Prozent), Nachschlagewerke und Veranstaltungshinweise (je 69 Prozent). Ein enormes Wachstum verzeichnen Produktinformationen (66 Prozent), auf Rang zehn liegen Angebote an Autos (49 Prozent), Rang zwölf Stellenanzeigen (47 Prozent) und Rang 19 Immobilienanzeigen (26 Prozent).

 

Die Reichweite der Websites von Zeitungen ist aufgrund der allgemeinen Ausbreitung des Internets in den vergangenen beiden Jahren um einen Prozentpunkt auf 17 Prozent angestiegen (14- bis 64-Jährige insgesamt); doch innerhalb der Internet-Gemeinde ging die Zahl der Nutzer von Zeitungsangeboten von 32 auf 27 Prozent zurück. Ebenfalls rückläufig sind die Reichweiten der Online-Angebote von politischen Wochenmagazinen sowie von Angeboten zu Wirtschaftsthemen. Das Internet sei mehr denn je das Medium für die gezielte und sporadische Information. Hingegen sei die Bedeutung des Netzes als Medium für die kontinuierliche Information in Bereichen wie Politik und Wirtschaft offensichtlich begrenzt, so IfD-Chefin Köcher.

 

Ein weiter anhaltendes Wachstum prognostiziert das IfD dem E-Commerce. Sowohl die Zahl der Käufer als auch die Kauffrequenz würden weiter ansteigen. Bestseller bei den Produkten und Dienstleistungen die im Netz gekauft werden sind Bücher, Bahn- und Flug-Tickets, Reisen, Hotels, CDs, Theaterkarten. Ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnen Kosmetik, Spielwaren und Musikdownloads. Geradezu ex-plodiert sind die Auktionsgeschäfte im Internet, was vor allem durch das enorme Wachstum der Auktionsplattform eBay entstanden ist. Mittlerweile nehmen 21 Millionen Deutsche an Online-Auktionen teil; vor zwei Jahren waren es noch weniger als sechs Millionen.

 

Das IfD geht davon aus, dass mit der zunehmenden Verbreitung von DSL-Anschlüssen der E-Commerce zusätzliche Wachstumsimpulse erhalten wird. Lediglich ein Fünftel der privaten Internetnutzer verfüge derzeit über einen DSL-Anschluss, 40 Prozent hätten einen ISDN-Anschluss. „Internet macht mit DSL einfach mehr Spaß“, so IfD-Projektleiter Johannes Schneller bei der ACTA-Vorstellung in Hamburg.

 

Internet: www.ifd-allensbach.de

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