Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

12. November 1998 | Allgemeines

Absage an Subventionspolitik durch EU

Interview mit ENPA-Präsident Werner Schrotta

"Die Medienlandschaft in Europa, vor allem die Zeitungslandschaft, ist so bunt und kulturell pointiert, daß es ein Jammer wäre, wenn durch eine Internationalisierung diese Pointierung verlorenginge", erklärte der vor kurzem gewählte Präsident des Europäischen Zeitungsverlegerverbandes (ENPA), der österreichische Verleger Dr. Werner Schrotta in einem Interview mit der luxemburgischen Zeitung "Tageblatt". Sein Ziel als ENPA-Präsident sei es daher, "sehr stark für die Erhaltung der Medienvielfalt" zu arbeiten.

Die Behörden in Brüssel arbeiteten oft aus dem Blickwinkel der Globalisierung und Internationalisierung. Bei Fragen der Konvergenz im Medienwesen etwa verlangten allein die technischen Aspekte übernationale Größenordnungen "mit ganz großen Spielern". Demgegenüber stehe die Vielfalt der Zeitungslandschaft, die unter Umständen gefährdet sei, "wenn man nur in den großen Dimensionen denkt". Angesichts des immer härter werdenden Wettbewerbs der Medien untereinander und der neuen Entwicklungen insbesondere im elektronischen Bereich empfahl Schrotta den Zeitungsverlagen, nicht allein auf die Zukunft des gedruckten Produkts zu setzen. Vielmehr scheine es ihm "sogar eine Notwendigkeit", daß auch die Zeitungsverleger sich bei den neuen Medien engagierten, "sofern sie es finanziell verkraften können".

Für keine wünschenswerte Lösung hielt es der ENPA-Präsident, Zeitungen durch eine "europäische Pressehilfe" zu subventionieren, etwa um einer möglichen Konzentration im Verlagsbereich vorzubeugen. Gesünder sei es, so Schrotta, "wenn die Zeitungen ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit selbst erhalten können".

zurück