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14. Oktober 2010 | Allgemeines

72 Prozent der Deutschen sind online

Mehr als die Hälfte verbringt zehn und mehr Stunden im Netz

Im zweiten Quartal 2010 haben 72 Prozent der deutschen Bevölkerung über 18 Jahren das Internet genutzt und damit genauso viele wie im Vorjahreszeitraum, das teilte die For-schungsgruppe Wahlen Ende Juli 2010 in Berlin mit. Wie die Erhebung zeigt, nutzen Männer das Internet öfter und länger als Frauen. Auch ergibt sich noch immer ein gro-ßes Gefälle zwischen Ost- und Westdeutsch-land. Nutzen in den alten Bundesländern drei von vier Befragten das Internet, waren es im Osten „nur“ zwei Drittel.

Während 79 Prozent der männlichen Befragten das Internet zu Hause, bei der Arbeit oder an­derswo verwendeten, machten dies nur 65 Prozent der Frauen. Auch bei der Nutzungsdauer zeigte sich ein Geschlechterunterschied. Durchschnittlich waren 29 Prozent aller Internetnutzer mehr als zehn Stunden in der Woche im Internet, unter ihnen jedoch deutlich mehr Männer als Frauen. Weitere 45 Prozent verbrachten zwischen drei und zehn Stunden im Netz und 25 Prozent bis zu zwei Stunden.

Jeder dritte Deutsche (36 Prozent) rief im zweiten Quartal 2010 Nachrichten im Internet auf. Bezogen nur auf die Gruppe der Internetnutzer waren dies sogar 51 Prozent, gegenüber dem vierten Quartal 2009 ein Plus von fünf Prozent­punkten. Auch beim Online-Abruf von Politik­nachrichten nutzen Männer aller Altersgruppen das Internet intensiver als Frauen. Zudem sind die Jüngeren aktiver als die Älteren.

Medium für alle Generationen

Schon lange gilt das Internet nicht mehr nur als Medium junger Menschen, vielmehr hat es über Altersgrenzen hinweg Verbreitung gefunden, und so nutzen in allen Altersgruppen bis 50 Jahren über 90 Prozent das Internet. In der Gruppe der unter 35-Jährigen war der Anteil der Internetnut­zer unter Männern und Frauen praktisch iden­tisch und auch bei jenen zwischen 35 und 59 Jahren fiel er relativ ähnlich aus (Männer: 90 Prozent, Frauen: 83 Prozent). Lediglich die Bür­ger und Bürgerinnen ab 60 Jahren sind stark unterrepräsentiert: In dieser Gruppe nutzen 35 Prozent das Internet. Die geschlechtsspezifi­schen Unterschiede fallen hier besonders hoch aus: 48 Prozent der Männer, aber nur 25 Prozent der Frauen ab 60 Jahren sind online.

Die formale Bildung spielt nach wie vor eine ausschlaggebende Rolle, ob jemand im Internet anzutreffen ist oder nicht. So nutzen 94 Prozent der Deutschen mit Hochschulreife und 83 Pro­zent mit Mittlerer Reife das Internet. Bei den Be­fragten mit Hauptschulabschluss und Lehre sind es 55 Prozent und bei jenen mit Hauptschule ohne Lehre weit unterdurchschnittliche 32 Pro­zent.

Auch mit der Berufsgruppenzugehörigkeit vari­iert die Internet-Nutzung, wenngleich die Unter­schiede nicht ganz so gravierend ausfallen wie bei der formalen Bildung. Am höchsten ist der Anteil der Internet-Nutzer bei den Selbstständi­gen mit 83 Prozent. Bei den leitenden Angestell­ten und höheren Beamten liegt er bei 80 Prozent und bei den einfachen bis mittleren Angestellten und Beamten bei 74 Prozent. Die Arbeiter sind mit 58 Prozent nach wie vor deutlich unterreprä­sentiert.

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