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01. April 1999 | Allgemeines

"630-Mark-Gesetz hat dramatische Folgen"

Jahrestagung der nordwestdeutschen Zeitungsverleger/ Karl Baedeker einstimmmig wiedergewählt

Die massive Kritik am neuen Gesetz über geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sowie das Gesetz zur Scheinselbständigkeit standen im Mittelpunkt der Ausführungen von BDZV-Vizepräsident Helmut Heinen und dem Vorsitzenden des Verbands Nordwestdeutscher Zeitungsverleger (VNZV), Karl Baedeker, bei der Jahreshauptversammlung des VNZV am 24. März in Bad Zwischenahn.

Die Neuregelungen hätten "fatale Auswirkungen und führten zu dramatischen Belastungen", sagte Heinen. Beide Gesetze würden Beschäftigung und Wachstum verhindern und die betroffenen Erwerbstätigen auf mittlere Sicht schlechter stellen als bisher. In seiner Kritik an der Bundesregierung erinnerte Heinen daran, daß Bundeskanzler Schröder mehrfach zugesagt hatte, auf die berechtigten Interessen der Zeitungszustellung Rücksicht zu nehmen. Er machte deutlich, daß das Engagement des BDZV gegen die gesetzlichen Neuregelungen fortgesetzt werde. Jetzt komme es darauf an, die schweren finanziellen und organisatorischen Belastungen, die in Kauf genommen werden müssen, um die Zustellung flächendeckend zu erhalten, zu dokumentieren und auf dieser Grundlage Gespräche mit den politisch Verantwortlichen zu führen.

In seinen Ausführungen erneuerte Heinen auch die Kritik des BDZV an der Einführung neuartiger Konkurrenzprodukte im Zeitungsmarkt wie die "Metro"-Zeitung nach schwedischem Vorbild oder die in Freiburg erscheinende "Zeitung zum Sonntag". Wer redaktionelle Leistung und Qualität zum Nulltarif anbiete, schädige den gewachsenen und stabilen Zeitungsmarkt. Am Ende könnten vor allem kleinere Verlage die Verlierer sein und bei diesem ungleichen Wettbewerb auf der Strecke bleiben. Heinen machte deutlich, daß die Zeitungshäuser den neuen Konkurrenten nicht hilflos gegenüber stehen: "Unsere Chance ist es, frühzeitig die lokalen Märkte mit entsprechenden Angeboten selbst zu besetzen und dabei sowohl im Redaktionellen als auch beim Service hochwertige Angebote zu machen".

Bei dem Jahrestreffen wurde auch der Vorstand des VNZV gewählt. Einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde der Vorsitzende des Verbandes, Karl Baedeker. Dem geschäftsführenden Vorstand gehören an: Hermann Elstermann, Dr. Klaus Krause, Peter-Jürgen Lesemann und Günther Niemeyer. Weitere Vorstandsmitglieder sind Manfred Adrian, Jürgen Borgardt, Ewald Dobler, Hilmar Dunkmann, Dr. Bruno Gerstenberg, Constanze Mahnkopf, Ernst Andreas Pfingsten und Jürgen Wegmann.

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