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25. April 2006 | Namen und Nachrichten

60 Jahre „Neues Deutschland“

Das „Neue Deutschland“ solle dafür sorgen, dass „das Panier der Partei sauber und blank ist“, schrieben der erste DDR-Staatspräsident Wil­helm Pieck und der SED-Vorsitzende Otto Gro­tewohl in das Geleitwort zur ersten Ausgabe der Zeitung am 23. April 1946. Die sowjetische Mili­tärverwaltung hatte eine Auflage von 400.000 Exemplaren genehmigt. Später sollte das SED-Zentralorgan mit täglich 1,1 Millionen Exemplaren das zweitgrößte Blatt der DDR werden – nach der „Jungen Welt“. Im Dezember 1989 wurde die Zeitung Eigentum der SED-Nachfolgepartei PDS, die jetzige Linkspartei. Seitdem arbeite die Zei­tung ohne redaktionellen Einfluss der Eigentümer, versichert der heutige Chefredakteur Jürgen Reents gegenüber der Deutschen Presse-Agen­tur. Ein eher ungewöhnliches Porträt des einsti­gen Zentralorgans hat die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ veröffentlicht: Hier erinnert sich der frühere Chefredakteur Günter Schabowski an seine Jahre an der „ND“-Spitze und berichtet, dass er in dieser Zeit morgens zwischen sechs und sieben Uhr regelmäßig den Deutschlandfunk abgehört habe, um sich zu wappnen. Denn der Westsender habe jeden Morgen eine DDR-Pres­seschau verbreitet und darin genüsslich Druck- und andere Fehler nach SED-Verständnis in den DDR-Blättern aufgespießt. „Wenige Stunden später pflegten die Anpfiffe aus dem Büro Hone­cker für die vom Klassenfeind ausgemachten Pannen in der Chefredaktion anzulanden.“

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