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19. Dezember 2008 | Digitales

50plus: Was bei Silver Surfern gut ankommt

Immer mehr Silver Surfer erobern das Internet. Doch stellen Menschen über 50 an Online-Auftritte höhere Anforderungen. Wie Verlage ihre Websites auf die Bedürfnisse älterer Menschen anpassen können, erfahren Sie in der folgenden Checkliste.

Ansprache

Bei der Ansprache der Zielgruppe müssen Website-Betreiber einige Regeln beachten. Ein Fehler ist es, die Generation 50plus als Senioren anzusprechen. Das gefühlte Alter der Zielgruppe liegt um zehn bis 15 Jahre unter dem tatsächlichen. Oft sind daher Models bei Bannern von Versandhändlern deutlich jünger als die Käufer, an die sich die Werbung eigentlich richtet. Dieses Verjüngungskonzept funktioniert allerdings nur, wenn die Werbetreibenden Fingerspitzengefühl zeigen. Wichtig ist es, eine Balance zwischen der Art von Idealisierung und der Realität zu finden.

Wortwahl

Besonders in Bezug auf Fremdworte, Fachbegriffe und auch den „Webjargon“ ist es wichtig, für ältere Nutzer eine Alternative zu bieten. In der Websprache haben sich auch Abkürzungen und Wortschöpfungen eingebürgert. Ältere Besucher können sich mit dieser Websprache nicht identifizieren und verstehen manche Äußerungen vielleicht sogar falsch oder fühlen sich unwohl. Versuchen Sie also eine Webseite für den „Silver Surfer“ in einfacher Wortwahl, gegebenenfalls mit sofortiger Erklärung von Fachwörtern und mit einer gut verständlichen Sprache aufzubauen.

Schriftgröße und Schriftwahl

Die Schriftgröße sollte der nachlassenden Sehkraft angepasst werden. Gut lesbare, serifenfreie Schriftarten und eine ausreichend große Schrift sollte zu den ersten Optimierungen der Webseite gehören. Eine Schriftauswahl kann auch über CSS (Cascading Style Sheets) durch den Nutzer selber erfolgen.

Seitenaufbau

Um zu den gesuchten Informationen zu gelangen, möchten 50plus-Nutzer nicht ewig lange herumscrollen oder sich durch diverse Menüs klicken. Ein einfacher Seitenaufbau mit vielen Weißflächen und wenigen Menüpunkten, einer einfachen Navigation und offensichtlicher, selbsterklärender Führung durch die Webseite erhöht den Anreiz zum Surfen. Im Gegensatz zum jungen Publikum handelt der Silver Surfer weniger intuitiv und ist eher auf Vorsicht bedacht. Entsprechen Sie mit einem klaren Aufbau der Seite, möglichst sprechenden aussagekräftigen Verlinkungen, was ihn auf der nächsten Seite erwartet. Strukturierte, kurze Texte, die sich gut überfliegen lassen und schnell die wichtigsten Informationen liefern, erhöhen zudem die Übersichtlichkeit. Auf Animationen sollte verzichtet werden. Ältere Websurfer empfinden das eher als Ablenkung, denn als Bereicherung.

Farbgestaltung

Knallige Farben sollten für die Zielgruppe über 50 vermieden werden. Eine Webseite für diese Zielgruppe muss in erster Linie durch Inhalt, Bedienbarkeit und Selbsterklärung ansprechen. Gediegene Farben helfen dabei, die Seite übersichtlicher zu gestalten. Klare Kontraste, dunkle Schrift auf hellem Grund, eine klare Abgrenzung, gegebenenfalls durch Linien von verschiedenen Themen, Boxen und der Navigation helfen dem Silver Surfer, sich zurecht zu finden. Eine klare Auszeichnung von Links, die dem gelernten Erwartungshorizont entsprechen, sollte beachtet werden.

Menüführung

Eine übersichtliche Menüführung gehört eigentlich zu jeder Webseite. Umfangreiche Seiten in einem einfachen Menü zu vernetzen, ist die Aufgabenstellung. Verzichten Sie hierbei auf unsichtbare Unterpunkte, die nur beim „mouseover“ sichtbar werden. Ein Menüpunkt sollte jederzeit sichtbar sein. Klickt der User also auf einen Menüpunkt, sollte sich entweder sofort die angewählte Seite öffnen oder die weitere Auswahl der Unterpunkte sollte aufklappen. Navigiert der Nutzer dann innerhalb dieser Untermenüs, sollte sich dieses nicht mehr verändern. Mehr als drei Navigations-Ebenen verwirren den Nutzer. Nach Möglichkeit sollte nur mit zwei Ebenen gearbeitet werden. Buttons dürfen nicht zu klein ausfallen, denn möglicherweise ist das Feingefühl in der Hand nicht mehr so ausgeprägt.

Browserunabhängigkeit

Die meisten User nutzen den Internet Explorer. Je nach Alter des PCs muss damit gerechnet werden, dass es sich nicht um die aktuelle Version des Browsers handelt. Ältere User sind auch im Bezug auf Updates vorsichtig. Eine Lösung für dieses Problem ist beispielsweise ein auf die Auflösung, Browser oder die Bildschirmgröße abgestimmtes Stylesheet (CSS) auszuliefern. Eine Optimierung auf nur eine Auflösung hat den Nachteil, das Nutzer mit großem Bildschirm und daran angepasste Auflösung im Zweifelsfall eine unästhetische Seite zu Gesicht bekommen.

Geschwindigkeit

DSL hat mittlerweile in fast allen Telefonleitungen Einzug gehalten. Doch auf dem Lande und auch in verschiedenen größeren Ortsnetzen gibt es noch immer eine große Anzahl an ISDN- und Analognutzern. Hierunter befindet sich eine hohe Anzahl an „Silver Surfern“, die trotzdem regelmäßig das Internet nutzen. Geben sie den Nutzern mit langsameren Verbindungen die Chance Ihre Webseite ohne lange Ladezeiten zu besuchen. Die älteren Nutzer unterscheiden sich dabei nicht vom jungen Publikum. Dauert es zu lange, bis die Seite aufgebaut ist, haben Sie den Besucher verloren. Verzichten Sie, wenn nicht unbedingt notwendig, auf umfangreiche Animationen mit langen Ladezeiten auf der Startseite. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, Flashanimationen und andere große Grafiken zu optimieren und dadurch die Ladezeiten zu verringern.

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