Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

08. Juni 2012 | Allgemeines

50 Jahre Theodor-Wolff-Preis: künftig auch Online-Beiträge zugelassen

Kuratoriums-Geschäftsführer Hans-Joachim Fuhrmann im Interview mit newsroom.de

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Theodor-Wolff-Preises hat das Kuratorium Mitte Mai 2012 beschlossen, die Struktur des Preises zu verändern: Künftig werden jährlich zwei Preise für Lokaljournalismus, zwei Preise für Reportage/Essay/Analyse sowie ein Preis für Meinung/ Leitartikel/ Kommentar/ Glosse vergeben. Berücksichtigt werden sollen mit der Ausschreibung 2013 erstmals auch Artikel, die nur online auf einer Zeitungswebsite erschienen sind. Über die Neuerungen informierte Kuratoriums-Geschäftsführer Hans-Joachim Fuhrmann im Interview mit dem Nachrichtenportal newsroom.de.

Warum war es wichtig, die Regularien zu erneuern?

Hans-Joachim Fuhrmann: Was das Thema „online only“ angeht, so ist dies nicht mehr als eine Anpassung an die Redaktionswirklichkeit: Es ist mittlerweile keine Regel mehr, dass jedes journalistische Meisterstück in Print erscheint. Manche Perle gibt es nur auf der Website der Zeitung.
Mit der Überarbeitung des Kategoriensystems soll noch klarer sein, welche Darstellungsformen tatsächlich ausgezeichnet werden. Die bisherige Kategorie „Allgemeines“ gab allen Beteiligten, der Jury und den Bewerbern, ein hohes Maß an Freiheit und einen großen Entscheidungsspielraum. Doch zugleich war dies auch zu unverbindlich.

Wie kommt es eigentlich, dass in den vergangenen Jahren fast immer nur große Zeitungstitel wie „F.A.Z.“ oder „Süddeutsche“ mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet wurden? Trauen sich die kleineren Zeitungsredaktionen zu wenig zu?

Fuhrmann: Das stimmt so nicht: Es waren auch viele Journalisten aus kleineren Häusern darunter. Ich bin davon überzeugt, dass es keine Zeitung in Deutschland gibt, in der im Laufe eines Jahres nicht mindestens ein Beitrag veröffentlicht wird, der Theodor-Wolff-Preis-verdächtig ist. Doch offensichtlich fehlt es in vielen Redaktionen noch an Selbstbewusstsein: Von den über 300 Zeitungen, die es hierzulande gibt, beteiligen sich im Schnitt 70 bis 80 - mithin ein Viertel der Branche. Das könnten viel mehr sein.

Wir wollen uns noch stärker dafür engagieren, dass sich noch mehr Zeitungsredaktionen beteiligen, denn die Jury ist überzeugt, dass noch mehr Schätze gehoben werden könnten. Brillanter Journalismus im Sinne des Theodor-Wolff-Preises hängt nicht davon ab, ob eine Zeitung groß oder klein ist. Herausragende Stücke gibt es hier wie dort. Allerdings haben die großen Zeitungen aufgrund ihrer Ressourcen freilich ganz andere Möglichkeiten. Diese Tatsache versucht die Jury übrigens bei ihrer Bewertung stets zu berücksichtigen.

Wie wichtig sind aus Ihrer Sicht eigentlich Journalistenpreise?
Fuhrmann: Sie sind auf jeden Fall Ausdruck von Qualität. Journalistenpreise geben Ansporn und motivieren zu herausragenden Leistungen.

zurück