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14. September 2012 | Allgemeines

50 Jahre Theodor-Wolff-Preis - Bundespräsident lobt freie Presse

Fünf Journalisten in Berlin für herausragende Leistungen geehrt

Das Ethos der Wahrhaftigkeit ist - neben der Sachkenntnis - für Bundespräsident Joachim Gauck die wichtigste Grundvoraussetzung guter Journalisten. Nur eine freie und wahrhaftige Presse könne die für eine demokratische Gesellschaft wichtige Meinungsbildung sichern, sagte Gauck am Mittwochabend als Ehrengast bei der 50. Verleihung des Theodor-Wolff-Preises der deutschen Zeitungsverleger in Berlin.

Klare Haltung von Bundespräsident Joachim Gauck: "Ein freies Land kann es nicht ohne eine freie Presse geben."Klare Haltung von Bundespräsident Joachim Gauck: "Ein freies Land kann es nicht ohne eine freie Presse geben."Die Rede des Bundespräsidenten finden Sie hier. Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, begrüßte die 300 Gäste zuvor in der Ullstein-Halle des Verlagsgebäudes und sagte dem Zeitungsjournalismus trotz aller Probleme eine hervorragende Zukunft voraus. Auf dessen Verteidigung müsse sich die Branche konzentrieren, unabhängig von der Materie. Guter Zeitungsjournalismus gehe auch online.

 

Der Vorsitzende des Kuratoriums für den Theodor-Wolff-Preis, Hermann Neusser, hob in seiner Dankesrede hervor, dass die lokale Zeitung die Quelle herausragender journalistischer Karrieren in Deutschland sei. Fast alle der bisher mehr als 400 ausgezeichneten Journalisten hätten ihre beruflichen Erfahrungen in Heimatzeitungen oder bei regionalen Titeln gemacht. Das Lokale solle in der Zukunft des renommiertesten Preises, den die Zeitungsbrache zu vergeben hat, eine noch größere Rolle spielen.

 

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen ging in diesem Jahr - jeweils in unterschiedlichen Textkategorien - an Harald Martenstein („Die Zeit“), Lars Fischer („Wümme-Zeitung“, Lilienthal), Philip Cassier („Berliner Morgenpost“) Alexander Gorkow („Süddeutsche Zeitung“) und Volker Zastrow („Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“). Künftig werden auch Online-Beiträge gekürt, und der Lokaljournalismus erhält einen besonderen Schwerpunkt.

 

Die Auszeichnung, die seit 1962 an mehr als 400 Journalisten ging, ist mit jeweils 6000 Euro dotiert. Gekürt werden die Preisträger von einer unabhängigen Jury aus acht Verlegern, Chefredakteuren und namhaften Journalisten. In diesem Jahr wurden 431 Beiträge eingereicht, aus denen die fünf Sieger hervorgingen.

 

Der Preis erinnert an den langjährigen Chefredakteur des „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868-1943). Wolff floh vor den Nazis 1933 nach Frankreich, wurde dort verhaftet und an die Gestapo ausgeliefert. 1943 starb er im Jüdischen Krankenhaus.

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