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02. Oktober 2006 | Allgemeines

50 Jahre Deutscher Presserat

Festakt in Berlin / Beschwerde- und Geschäftsordnung überarbeitet

Bundespräsident Horst Köhler hält die Festrede anlässlich des 50-jährigen Jubiläums, das der Deutsche Presserat am 20. November 2006 in Berlin feiern wird. Vorgestellt wird bei dieser Gelegenheit auch der neue Pressekodex der Selbstkontrollorganisation. Die Begrüßung übernimmt Hermann Neusser, Vorsitzender des Trägervereins und Verleger des „General-Anzeigers“ in Bonn.

Um die „Presse zwischen Freiheit und Kon­trolle“ geht es im Anschluss bei einer Podiums­diskussion, die von Inka Schneider, Redakteurin des Medienmagazins Zapp, moderiert wird. Es nehmen teil: Professor Udo Di Fabio, Richter des Bundesverfassungsgerichts; Bodo Hombach, Geschäftsführer WAZ Mediengruppe, Essen; Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur „Die Zeit“, Hamburg; Bascha Mika, Chefredakteurin „taz – die tageszeitung“, Berlin; Professor Peter Voß, Intendant Südwestrundfunk; Fried von Bismarck, Verlagsleiter Spiegel-Verlag, Hamburg.

Kurz vor seinem 50-jährigen Jubiläum hat der Deutsche Presserat auch seine Beschwerde- und Geschäftsordnung überarbeitet. Wichtigste Neue­rung der vom Trägerverein am 18. September 2006 überarbeiteten Fassung: Der Deutsche Presserat wird mehr Transparenz in die einzelnen Verfahrensabläufe des Beschwerdeverfahrens bringen. Die Beschwerdeordnung präzisiert nun­mehr die Möglichkeit eines Einspruchs des Be­schwerdeführers gegen die Entscheidung des Vorsitzenden im Vorverfahren. Ferner wurde die Vermittlung zwischen den Beteiligten als fester Bestandteil etabliert. Dazu sagte Sprecher Fried von Bismarck: „Wir verstehen unsere Arbeit als Dienst an der Öffentlichkeit. Da liegt es auf der Hand, mehr Öffentlichkeit herzustellen.“ Auch die Verfahrensrechte der beteiligten Parteien eines Beschwerdeverfahrens werden gestärkt. Darüber hinaus sieht die neue Beschwerdeordnung vor, dass missbräuchlich erhobene Beschwerden vom Deutschen Presserat nicht behandelt werden.

Der von Verleger- und Journalistenverbänden gemeinsam getragene Presserat ist eine der äl­testen Institutionen der Medienselbstkontrolle in Europa. Die beiden wichtigsten Ziele der Organi­sation sind das Ein­treten für die Pressefreiheit und die Wahrung des Ansehens der Presse. An­lässlich des Jubiläums stellt der Deutsche Pres­serat ein umfangreiches Reaktionspaket online zur Verfügung, aus dem sich Zeitungen und Zeit­schriften für ihre Bericht­erstattung unentgeltlich bedienen können. Ent­halten sind unter anderem Textbeiträge zur Ge­schichte des Presserats und der Pressefreiheit in Deutschland, eine Samm­lung von Fotos und Zi­taten, eine Chronik der 50-jährigen Geschichte der Organisation sowie gra­fisch aufbereitete Sta­tistiken zur Entwicklung der Beschwerdearbeit. Die Inhalte können im Inter­net unter der Adresse www.50jahrepresserat.de her­untergeladen werden.

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