Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

29. Mai 2001 | Digitales

350 Millionen Mark für ARD-Online?

Trotz der Proteste von Seiten der Zeitungsverleger, des privaten Rundfunks und Teilen der Politik, planen die öffentlich-rechtlichen Sender offenbar massive Investitionen im Online-Bereich. Nach einem Bericht des Branchendienstes "Kontakter" veranschlagt die ARD 350 Millionen Mark für die Jahre 2001 bis 2004. Das ZDF plane mit 34,8 Millionen Mark. Das gehe aus internen Schreiben an die Länderchefs hervor. Das Geld will die ARD insbesondere zum Aufbau ihrer Dachmarke ARD.de und einzelner Themenportale wie Tagesschau.de und Sportschau.de verwenden. Die von der Kommission zu Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (KEF) bisher bewilligten 88 Millionen Mark für die ARD reichten zur "Aufrechterhaltung eines wettbewerbsfähigen Internetauftritts nicht aus", heißt es im ARD-Bericht, den SWR-Intendant Peter Voß unterzeichnete. Allein im vergangenen Jahr hätten die Kosten der ARD bei rund 37,5 Millionen Mark gelegen.

Die Zeitungsverleger lehnen - wie auch die privaten Rundfunkanbieter - dagegen erweiterte Spielräume bei den Internet-Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Medien strikt ab. Es sei "äußerst störend" für lokale und regionale Zeitungen, wenn ein gebührenfinanzierter Sender den Wettbewerb zu Lasten der privatwirtschaftlich operierenden Medien verzerre, hatte BDZV-Präsident Helmut Heinen gegenüber WDR-Indendant Friez Pleitgen am 9. Mai 2001 in Leipzig bekräftigt. Die Zeitungsverleger stützen sich auf ein Gutachten des Rundfunkrechtlers Professor Christoph Degenhart. Bislang sind ARD und ZDF nach dem Rundfundstaatsvertrag auf "vorwiegend programmbegleitende" und werbefreie Online-Angebote beschränkt (siehe BDZV Intern Nr. 13/2001 vom 17. Mai 2001 und Nr. 12/2001 vom 10. Mai 2001).

zurück