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19. September 2008 | Ausland

30. August – Internationaler Tag der Verschwundenen

Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) hat am Internationalen Tag der Verschwundenen an Journalisten erinnert, die weltweit vermisst werden. In den vergangenen zehn Jahren sind nach Angaben der Organisation mindestens 20 Berichterstatter verschwunden. Mexiko zähle zu den gefährlichsten Gebieten. Auch in der Elfenbeinküste, Kasachstan oder Russland würden Reporter vermisst. „Verschwin­den lassen“ stehe vor allem mit Korruption und organisiertem Verbrechen in Zusammenhang, erläutert RoG. Besonders gefährdet seien inves­tigative Journalisten, die über Machtmissbrauch oder Drogenhandel berichteten und so Lokalpoli­tikern und Drogenbossen ein Dorn im Auge sind. „Verschwinden lassen“ ist eine grausame Me­thode, um kritische Stimme zum Schweigen zu bringen, sagt Elke Schäfter, Geschäftsführerin von Reporter ohne Grenzen Deutschland. In vie­len Fällen müsse man vom Tod der Verschwun­denen ausgehen, doch selten würden die Opfer gefunden und die Täter bestraft. Was bleibe, sei die Ungewissheit für Kollegen, Freunde und Fa­milien, die oft jahrelang auf Nachrichten ihrer Vermissten warteten. Der Internationale Tag der Verschwundenen am 30. August geht zurück auf eine Initiative des Verbands FEDEFAM, ein Zu­sammenschluss von Verwandten Inhaftierter und Verschwundener in Lateinamerika. Weltweit sind nach Angaben von RoG mehr als 41.000 offene Fälle bei der UN-Arbeitsgruppe für erzwungenes und unfreiwilliges Verschwinden registriert.

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