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02. September 2009 | Namen und Nachrichten

200 Jahre „Solinger Tageblatt“

Die Freiheit hat dem Verleger Bernhard Boll immer besonders am Herzen gelegen. „Denn Freiheit ist wie ein Muskel“, sagte er anlässlich des 200. Geburtstags des „Solinger Tageblatts“ am 21. August 2009. „Wenn man nichts für sie tut, kann man sie leicht verlieren.“ Seit 1866 steht die Familie Boll an der Spitze des 1809 gegrün­deten Unternehmens, das sie heute in fünfter Generation führt. Der andauernde Erfolg des Titels sei, so der Verleger, auch das Verdienst für Glaubwürdigkeit: „Wir haben uns als ehrliche Mittler erwiesen.“ Der nordrhein-westfälische Mi­nisterpräsident Jürgen Rüttgers bescheinigte dem „Solinger Tageblatt“, Mediengeschichte geschrie­ben zu haben. Er würdigte die „bewundernswert innige Verbindung“, die die Zeitung zu ihren Bür­gern aufgebaut habe. Noch heute gelte der Grundsatz der ersten Stunde, nutzen und unter­halten zu wollen. „Die Solinger wissen, dass Sie für ihre Freiheit kämpfen“, lobte der Ministerprä­sident. „Ich gratuliere zu Ihrem hervorragenden Boll-Werk.“ Gastredner Professor Udo Di Fabio griff in seinen Ausführungen über „Presse und Demokratie“ den Freiheitsgedanken Bernhard Bolls nahtlos auf. Der Verfassungsrichter stellte die Wächterfunktion der Tageszeitung heraus. Diese sei im Zeitalter der medialen Revolution wichtiger denn je. Statt der billigen und zusam­menhanglosen Informationshäppchen des Inter­nets liefere die Tageszeitung Tiefenanalyse von Nachrichten. Ohne Presse sei eine verschach­telte Demokratie mit ihren unübersichtlichen Ab­läufen kaum zu verstehen. Die Journalisten ver­einfachten und übersetzten das Geschehen so, dass es für jedermann bekömmlich sei. „Die Aus­bildung von Journalisten ist ein tragendes Fun­dament der Demokratie“, konstatierte Di Fabio. Denn wo jederzeit Recherche und Veröffentli­chung drohten, würden Hinterzimmergeschäfte zur riskanten Angelegenheit. Anlässlich des Ju­biläums machte das „Solinger Tageblatt“ den Schulen der Stadt obendrein ein großzügiges Geschenk: Jede zweite Klasse der 74 Solinger Grund- und Förderschulen erhält eine Schatzkiste mit 20 Büchern. Dazu Bernhard Boll: „Kernkom­petenz für jegliche Bildung ist Lesen und die da­mit verbundene Sprachfähigkeit. Mit der Aktion ‚Bücherschatz‘ wollen wir dazu beitragen, allen Solinger Kindern diese wichtige Chance für ihr Leben einzuräumen.“

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