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13. Februar 2013 | Allgemeines

1.500 Beschwerden beim Presserat

Papst-Cover und Sarrazin-Debatte polarisieren

Mit einer Flut an Beschwerden sah sich der Presserat 2012 konfrontiert. Mehr als 1.500 Eingaben habe das Selbstkontrollgremium zu bearbeiten gehabt (2011: 1.323), hieß es in einer Mitteilung vom 5. Februar 2013. Gegenüber dem Jahr 2007 bedeutet dies eine Verdopplung.

Als Hauptgrund für den Anstieg nannte Presseratssprecherin Ursula Ernst zum einen die neuen Zuständigkeiten des Gremiums, das seit 2009 auch für Online-Auftritte der Verlage zuständig ist, und zum anderen zahlreiche Mehrfachbeschwerden.
So fanden 180 Leser das Papst-Cover der Zeitschrift "Titanic" anstößig, weitere 70 monierten die "Bild"-Kolumne „Post von Wagner“ zu Homosexualität und Ehe. Zum Umgang mit Thilo Sarrazin polarisierten gleich zwei Beiträge. 60 Leser baten um eine presseethische Prüfung. In insgesamt 450 Fällen sah der Presserat die Beschwerden als begründet an und sprach 188 Maßnahmen aus, davon:
• 17 öffentliche Rügen,
• 5 nicht-öffentliche Rügen,
• 51 Missbilligungen,
• 91 Hinweise,
• 24 Beschwerden wurden als begründet angesehen, jedoch wurde keine Maßnahme ausgesprochen.
Das "Titanic"-Cover mit dem Papst habe laut Presserat dazu geführt, dass erstmals nicht Verfehlungen in Bezug auf die journalistische Sorgfaltspflicht, sondern die Verletzung der Ehre (Ziffer 9) die Beschwerdestatistik anführten. Nachdem es 2011 gerade einmal 80 Eingaben zu diesem Punkt gegeben hatte, waren es nun 386.

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