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03. April 1997 | Namen und Nachrichten

125 Jahre "Holsteinischer Courier"

Eine der ältesten Zeitungen Schleswig-Holsteins hatte vor einigen Tagen einen runden Geburtstag: am 3. April wurde der "Holsteinische Courier", Neumünster, 125 Jahre alt. Das Lokalblatt habe in den vergangenen Jahren alle Höhen und Tiefen einer Regionalzeitung mitgemacht, hieß es in einer Pressemitteilung des Verlags. Durch ständige Weiterentwicklungen im inhaltlichen, technischen und wirtschaftlichen Bereich sei es aber gelungen, die Stellung am Markt auszubauen. Ein modernes Erscheinungsbild, zunehmende Lokalisierung in der Berichterstattung, interessante Nachrichtenseiten sowie ein umfangreicher Anzeigenteil und natürlich auch die Präsenz im Internet trügen dazu bei, daß der "Courier" das bleibe, was er zur Zeit sei: das Blatt der Stadt. Gegründet wurde die Zeitung 1872 von dem Buchdrucker Robert Hieronymus. 1919 übernimmt Karl Wachholtz den "Holsteinischen Courier". Der junge Verleger kauft 1927 den "General-Anzeiger", die "Niederdeutsche Rundschau" und das "Tageblatt für den Kreis Bordesholm" dazu. Im Oktober 1928 stellt Karl Wachholtz den Häftling Rudolf Ditzen alias Hans Fallada zur Bewährung beim "General-Anzeiger" ein. Dieser verdient sein Brot als Abonnement- und Anzeigenwerber und bekommt Gelegenheit, als Lokalreporter kleine Artikel zu schreiben. Als am 1. August 1929 das Landvolk in Neumünsters Innenstadt demonstriert und es zu einem Zwischenfalls kommt, ist Fallada als Berichterstatter dabei. Im November 1929 findet der Prozeß statt. Hans Fallada hat so seinen Stoff für den Roman "Bauern, Bonzen, Bomben" gefunden. Nach schwerer Erkrankung von Karl Wachholtz übernimmt sein Sohn Ulf die Verlagsleitung. Als er 1969 stirbt, tritt seine Frau Dr. Gisela Wachholtz in die Verlagsleitung ein. Ihr Sohn Ulrich Wachholtz kommt 1974 in das Unternehmen und steht seit vielen Jahren als Verleger an der Spitze des Unternehmens.

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