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Zeitungen und ihre Leser in Stichworten

1. Knapp 22 Millionen verkaufte Exemplare

Deutschland ist ein Zeitungsland. Täglich erscheinen hier 329 Tageszeitungen mit 1.528 lokalen Ausgaben in einer – gedruckten – Gesamtauflage von 17,2 Millionen Exemplaren. Daneben kommen 20 Wochenzeitungen mit 1,7 Millionen Exemplaren und sechs Sonntagszeitungen mit einer Auflage von 2,95 Millionen heraus. Das bedeutet: Auf je 1.000 Einwohner über 14 Jahre kommen in Deutschland 230 Zeitungsexemplare. Und unsere Zeitungen werden gelesen: Durchschnittlich 39 Minuten wenden die Bundesbürger täglich unter der Woche für ihre Lektüre auf, am Wochenende 44 Minuten; die älteren etwas mehr, die jüngeren etwas weniger.

2. Die erste Zeitung erschien 1605 in Straßburg

Deutschland war immer schon ein Zeitungsland: Die älteste Zeitung der Welt erschien erstmals vor gut 400 Jahren: In Straßburg druckte und verkaufte  Johann Carolus ab 1605 seine „Relation“ genannten Nachrichten aus aller Welt, statt sie, wie bis dahin üblich, mühselig mehrfach von Hand abzuschreiben. Die älteste TAGESzeitung der Welt kommt aus Leipzig. Am 1. Juli 1650 brachte hier der Drucker und Verleger Timotheus Ritzsch erstmals sein „Einkommende Zeitungen“ genanntes Blatt heraus, das sechs-, zeitweilig sogar sieben Mal die Woche erschien.  

3. Abonnement Rückgrat der Verlage

Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen in Deutschland haben treue Leser. Gut 11,5 Millionen Exemplare werden täglich im Abonnement zugestellt, das heißt, durch Zeitungszusteller oder per Post bis an die Haustür gebracht. Etwa 640.000 Exemplare gehen pro Tag am Kiosk oder im Laden über die Theke. Die überregionalen Zeitungen verkaufen 758.000 Zeitungen täglich im Abonnement und weitere 180.000 Exemplare im Einzelverkauf. Bei den Kaufzeitungen wird dagegen der Umsatz mit 2,9 Millionen Exemplaren täglich vor allem am Kiosk gemacht, immerhin 230.000 Exemplare werden aber auch Tag für Tag an Abonnenten zugestellt.

4. Dichtestes Händlernetz der Welt

Wer seine Tageszeitung nicht abonnieren möchte, kann sie auch an einer der rund 122.000 Verkaufsstellen des Einzelhandels in Deutschland erwerben. Das bedeutet eine „Händlerdichte“ von etwa 1,5 Einzelhändlern pro 1.000 Einwohner. In Deutschland gibt es damit das dichteste Händlernetz der Welt. An circa 5.000 Absatzstellen wird zusätzlich internationale Tagespresse ange-boten; dabei setzen Bahnhöfe und Flughäfen mit ihren rund 500 Verkaufsstel-len weit über die Hälfte der internationalen Presse ab.

5. Gut 29,6 Millionen Unique User auf den Verlagswebsites

Drei von vier Deutschen über 14 Jahren (64,7 Prozent) lesen regelmäßig eine gedruckte Tageszeitung. Das sind 45,5 Millionen Männer und Frauen. Bei den lokalen und regionalen Abonnementzeitungen liegen die Leserinnen (53 Prozent) sogar leicht vor den Lesern (51 Prozent). Dagegen werden Kaufzeitungen und überregionale Abonnementzeitungen stärker von Männern (25 Prozent beziehungsweise sechs Prozent) als von Frauen (14 Prozent beziehungsweise vier Prozent) genutzt. Angebote der Zeitungen im Internet surfen mittlerweile 29,6 Millionen Unique User über 14 Jahren (42 Prozent) an.

6. Zeitungswebsites bei Jugendlichen sehr beliebt

Nach Altersgruppen betrachtet, haben die gedruckten Tageszeitungen ihre höchste Reichweite traditionell bei den 50- bis über 70-jährigen Lesern, nämlich zwischen 73 und 79 Prozent. Auch bei den 40- bis 49-Jährigen greifen mehr als 65,5 Prozent regelmäßig zur Tageszeitung; und bei den 30- bis 39-Jährigen sind es knapp 56,5 Prozent. Bei den jüngeren Altersgruppen wird die gedruckte Zeitung in geringerem Maß genutzt: Von den 20- bis 29-Jährigen werden 47,4 Prozent durch die Zeitung erreicht; bei den 14- bis 19-Jährigen sind es gut 34 Prozent. Die 14- bis 29-Jährigen wiederum sorgen mit gut 66,2 Prozent Reichweite für die höchsten Werte bei den Online-Angeboten der Zeitungen.

7. Über 3,2 Milliarden Euro Werbeumsätze

Die Netto-Werbeeinnahmen der Tages- und Wochenzeitungen lagen 2012 bei 3,2 Milliarden Euro. An der Spitze der Werbemedien stand das Fernsehen (4,0 Milliarden Euro). Auf den Plätzen drei, vier und fünf folgen Werbung per Post (2,9 Milliarden), Anzeigenblätter (2 Milliarden) und Publikumszeitschriften (1,3 Milliarden).  

8. Vertriebseinnahmen gewinnen an Bedeutung

Der Lesermarkt ist für die Verlage längst zur wichtigsten Säule des Geschäfts geworden. Die Vertriebseinnahmen belaufen sich im Printbereich auf nunmehr 4,7 Milliarden Euro, gegenüber 2012 ist das ein Plus von 1,4 Prozent. Und auch im Internet verlangen immer mehr Häuser Geld für ihre hochwertigen Inhalte. Ende 2013 setzen 66 Titel auf Paid Content und haben Bezahlmodelle auf ihren Websites installiert.

9. Lokales, politische Berichte und Bericht aus Deutschland besonders nachgefragt

Die lokalen Nachrichten interessieren die Leser in ihrer Zeitung ganz besonders, 85 Prozent lesen sie „im Allgemeinen“. Auf den nächsten Plätzen in der Beliebtheitsskala folgen politische Meldungen und Berichte aus Deutschland (71 Prozent) und dem Ausland (56 Prozent) sowie Leitartikel (51 Prozent) und Anzeigen (45 Prozent). Besonders wichtig finden die Leser ferner Sportnachrichten, Tatsachenberichte aus dem Alltag und Leserbriefe. Nur 40 Prozent widmen sich hingegen regelmäßig der Kultur, 32 Prozent lesen regelmäßig Nachrichten aus Technik und Wissenschaft und gerade einmal sechs Prozent legen Wert auf den Fortsetzungsroman.

10. Zeitungswerbung besonders glaubwürdig

Anzeigen in der Tageszeitung sind gewünschter Lesestoff. Nach Lokalteil, Politik und Leitartikel nehmen Anzeigen in der Lesergunst den vierten Platz ein. Obendrein gelten Zeitungsanzeigen als besonders glaubwürdig: Während zum Beispiel 41 Prozent der Befragten Werbung im Fernsehen und 27 Prozent im Radio als störend empfinden, sagen das nur 12 der Leser über Anzeigen in der Tageszeitung. Dabei profitiert die Werbung in der Zeitung auch von der Glaubwürdigkeit des redaktionellen Teils. Es überrascht somit kaum, dass 85 Prozent der Aussage zustimmen, dass Anzeigen in der Zeitung glaubwürdig und zuverlässig sind.

11. Berichterstattung sehr seriös

Die Zeitung genießt bei ihren Lesern eine besonders hohe Glaubwürdigkeit. Laut ZMG-Bevölkerungsumfrage vertrauen 46 Prozent der Befragten der von Zeitungen vermittelten lokalen und regionalen Informationen. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen kommt auf einen Wert von 23 Prozent, die Radioangebote der ARD hingegen schon nur noch auf zehn Prozent. Acht Prozent halten das Internet bei der Regionalberichterstattung für besonders glaubwürdig. Die Schlusslichter bilden das private Fernsehen und das Privatradion mit jeweils drei Prozent.

12. Größte Zeitungsvielfalt in Europa

In Europa erscheinen täglich etwa 2.500 Zeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 85 Millionen Exemplaren. Die Bundesrepublik Deutschland bietet mit 329 Tageszeitungen (davon 129 Zeitungen mit Vollredaktion, die 1.528 lokale Ausgaben herausgeben) das vielfältigste Angebot. An zweiter Stelle steht Spanien mit 130 Zeitungen. Es folgen: Italien (97), Großbritannien (95), Frankreich (85), Schweden (84), Norwegen (73), Finnland (48), Griechenland (40) und Dänemark (32) sowie die Niederlande (28). Österreich (15), Irland (9) und Luxemburg (5) bilden die Schlusslichter. Unter den jüngsten EU-Mitgliedern haben Tschechien, Bulgarien (beide 80), Polen (37) und Ungarn (30) besonders viele Titel anzubieten.

13. Finnen, Schweden und Norweger besonders eifrige Zeitungsleser

In Westeuropa existieren bei der Zeitungsreichweite deutliche Unterschiede. Die eifrigsten Zeitungsleser wohnen im Norden. In Deutschland greifen knapp 68 Prozent der über 14-Jährigen regelmäßig zur gedruckten Zeitung. Dabei werden sie noch übertroffen von den Schweden (79 Prozent), Luxemburgern (78) und Schweizern sowie Finnen (77 bzw. 76). Vergleichsweise wenig regelmäßige Zeitungsnutzer über 14 Jahren gibt es dagegen in Frankreich (50), Italien (47) und Spanien (37).

14. China und Indien größte Zeitungsmärkte der Welt

Nach verkaufter Auflage stellen die deutschen Tageszeitungen mit 17,2 Millionen Exemplaren den mit Abstand größten Tageszeitungsmarkt in West-Europa, gefolgt von Großbritannien mit einer Auflage von 13,5 Millionen Zeitungen täglich. So genannte „Mittelmärkte“ sind bei den Tageszeitungen zum Beispiel Frankreich (7,1 Millionen Exemplare), Italien (4,5 Millionen), Spanien (3,5),  die Niederlande (3,4), Schweden (2,9) und Polen (2,8). Bei den übrigen nationalen Zeitungsmärkten handelt es sich um „Kleinmärkte“ mit Zeitungsauflagen von 113.000 Exemplaren wie in Luxemburg bis zu 1,3 Millionen Exemplaren wie in Belgien und Ungarn.


Weltweit stellen China und Indien die größten Zeitungsmarkt mit 118 und 110 Millionen verkauften Exemplaren täglich. Platz drei belegt Japan mit gut 48 Millionen Exemplaren. Deutschland rangiert - nach den USA (44 Millionen) - an fünfter Position.

15. Hierzulande gibt es 125 fremdsprachige Titel

In Deutschland besteht eine erhebliche Nachfrage nach internationaler Tagespresse. Etwa 125 fremdsprachige Titel werden täglich angeboten. Besonders groß ist der Markt für türkische Tageszeitungen, allein "Hürriyet" hat eine in Deutschland vertriebene Auflage von knapp 23.000 Exemplaren. Den Löwenanteil machen jedoch englischsprachige Titel aus den USA und dem Vereinigten Königreich aus. Gleichzeitig gibt es im Ausland aber auch einiges Interesse an deutschen Tageszeitungen. 1,3 Prozent der Auflage werden jenseits der Grenzen vertrieben.

16. Deutschlandweit 660 verschiedene Zeitungswebsites

Bereits sehr früh waren die deutschen Zeitungen im Internet präsent. Als erste machten 1995 „taz – die tageszeitung“ (Berlin), „Die Zeit“ (Hamburg), die „Süddeutsche Zeitung“ (München) und die „Rheinische Post“ (Düsseldorf) eigene Online-Angebote. Im Sommer 1996 waren nach einer Zählung des BDZV bereits 41 Zeitungen neben der gedruckten Ausgabe auch online aktiv; im Jahr 2013 sind es gut 660 verschiedene Zeitungswebsites. Zudem bieten die Verlage mittlerweile über 450 Applikationen für Smartphones und Tablet-PCs an. Seit 2011 bedeutet dies eine Vierfachung.

Zusammenstellung: Anja Pasquay pasquay@bdzv.de


Stand: November 2013
Quellen: ag.ma, BDZV, horizont, IVW, Presse-Grosso, TNS-Emnid, VDBB, WAN-IFRA, ZAW, ZMG
 

   





   
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