Wieder mehr Stellenanzeigen in Zeitungen
Anzeigenaufkommen insgesamt noch rückläufig
Gleichwohl bleibt die Situation der Zeitungen am Anzeigenmarkt angespannt, wie die Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) am 18. November 2010 mitteilte. Zwischen Januar und September 2010 gab es bei den lokalen und regionalen Abonnementzeitungen ein Minus in den Anzeigenumfängen von 6,2 Prozent.
Dabei verlief die Geschäftsentwicklung in den neuen wie den alten Bundesländern ähnlich. Gab es im Westen der Republik Verluste von 4,6 Prozent, waren es im Osten 6,3 Prozent. Dementsprechend war nach Nielsengebieten die Auftragslage in Nielsen IV (-4,6 %) und Nielsen V/VI/VII (-4,6 %) etwas besser, die übrigen Gebiete wiesen Werte um den Bundesdurchschnitt aus: Nielsen I (-6,8 %), Nielsen II (-6,8 %), Nielsen IIIa (-6,1 %) und Nielsen IIIb (-6,7 %).
Nach Auflagenklassen verloren die Zeitungen mit 25.000 bis 50.000 Exemplaren am wenigsten (minus 3,1 Prozent), gefolgt von der nächsthöheren Klasse bis 125.000 Stück mit 5,1 Prozent. Überproportional (jeweils minus 7,6 Prozent) verloren die Zeitungen bis 25.000 Stück und die mit 125.000 bis 200.000 verkauften Exemplaren. Große Häuser (mehr als 200.000 Einheiten) mussten 6,4-prozentige Rückgänge verkraften. Die Gesamtumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen veränderten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kaum (minus 0,2 Prozent); die Textumfänge wuchsen um 0,1 Prozent, der Brutto-Anzeigenumfang schrumpfte um 0,9 Prozent.
Der Umfang der Geschäftsanzeigen kumuliert lag national von Januar bis September 2010 um 6,5 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Die Markenartikler und Hersteller schalteten gut zwölf Prozent weniger Anzeigen, die Kfz-Hersteller/Kfz-Markenwerbung 13,6 Prozent. Bei den Großformen des Handels gab es ebenfalls ein Minus von über 13 Prozent. Lediglich die lokalen Geschäftsanzeigen verharrten auf Vorjahresniveau.
Bei den rubrizierten Anzeigen konnte der Stellenbereich deutlich zulegen (plus 8,2 Prozent). Alle anderen Anzeigensparten lagen hingegen unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums: Immobilienanzeigen (-19,0 %), Kfz-Markt (-10,9 %), Reise (-13,3 %), Veranstaltungen (-2,8 %), Familienanzeigen (-0,4%) und die Gruppe der sonstigen Anzeigen (-8,8%). Das Geschäft mit Prospektbeilagen blieb etwa auf dem Niveau der ersten neun Monate des Jahres 2009. Dort verbuchten die Verlage Umfangsrückgänge von 0,3 Prozent. Eine ausführliche Dokumentation ist für Mitglieder der ZMG zu beziehen über: ZMG, Urszula Wrzeciono, Telefon 069/973822-48, E-Mail wrzeciono@zmg.de.
29. November 2010
Kontakt:
| Urszula Wrzeciono ZMG E-Mail: wrzeciono@zmg.de Tel: 069/97 38 22-48 |

















