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Werbejahr 2001 verlief unbefriedigend

Starke Einbrüche bei überregionalen Anzeigen und am Stellenmarkt

Im ersten Monat des Jahres 2002 konnten sich die Werbungtreibenden noch nicht ganz vom vergangenen Jahr freimachen: Laut AC Nielsen Werbeforschung gingen im Vergleich mit dem Januar 2001 die Investitionen in klassische Werbung um 4,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zurück. Dennoch gebe es einige Anzeichen dafür, dass das laufende Jahr für einige Lichtblicke sorgen könnte, schreibt die Branchenzeitschrift „Horizont“. So sei etwa die Wachstumsrate im Handel mit +14,5 Prozent sehr stark ausgefallen. Ein weiterer Impulsgeber, auf den viele aus der werbungtreibenden Industrie in diesem Jahr hofften, seien die Kommunikationsmaßnahmen rund um die Produkte zur so genannten „Riester-Rente“.

Unbefriedigend verlief das Werbegeschäft für die Zeitungen im Jahr 2001. Die Umfänge bezahlter Anzeigen in lokalen und regionalen Abonnementzeitungen haben von Januar bis Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 12,7 Prozent abgenommen.

 

Die Zahl der Beilagen verringerte sich um 9,4 Prozent. Die Heftumfänge sind im Vergleich mit dem Jahr 2000 um 3,9 Prozent zurückgegangen; dabei stand dem erheblichen Minus beim Anzeigenumfang (-10,7 Prozent) eine kaum merkliche Reduzierung der Textumfänge (-0,2 Prozent) gegenüber. Insgesamt verlief das vierte Quartal 2001 noch weniger erfreulich als die Vorquartale. Neben der schlechten konjunkturellen Lage insgesamt dürften sich hier auch die Anzeigenstornierungen in der Folge des 11. September deutlich niedergeschlagen haben.

 

Einmal mehr war die Entwicklung nach Auflagenklassen und Regionen recht unterschiedlich. So wich die Geschäftsentwicklung in den westlichen und in den östlichen Bundesländern deutlich voneinander ab: Während im Westen die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen im Jahr 2001 kumuliert 11,9 Prozent verloren, mussten im Osten Verluste von 19,8 Prozent verzeichnet werden.

 

Die negative Entwicklung der Anzeigenumfänge traf insbesondere hochauflagige Titel: Starke Verluste gab es in der Auflagenklasse bis 200.000 Exemplare (-17,9 Prozent) und über 200.000 Exemplare (-16,1 Prozent). Weniger starke Verluste mussten Zeitungen mit einer Auflage bis 25.000 Exemplare verkraften: Sie hatten ein Minus von 10,1 Prozent zu verzeichnen.

 

Betrachtet nach Anzeigensparten waren mit weitem Abstand die überregionalen Anzeigen (-27,4 Prozent) und die Stellenanzeigen (-18,8 Prozent) für den Rückgang der Anzeigenumfänge verantwortlich. Es folgen Kraftfahrzeuganzeigen (-13,1 Prozent), Immobilien (-12,9 Prozent), Veranstaltungen (-10 Prozent). Die übrigen Rubriken: lokale Anzeigen (-8,2 Prozent), Reise-Anzeigen (-8,1 Prozent), Sonstige (-7,6 Prozent) und Familienanzeigen (-2,6 Prozent).

 

Unterscheidet man die Rubrikanzeigenmärkte ebenfalls nach West und Ost, so sind zum Beispiel in den neuen Ländern die Verluste bei lokalen Anzeigen, Immobilien und sonstigen Anzeigen deutlich höher als im Westen, dagegen fällt in den alten Ländern das Minus beim Kraftfahrzeugmarkt und bei Stellenanzeigen sehr viel größer aus.

 

Eine ausführliche Dokumentation der Anzeigenstatistik ist für Mitglieder ZMG zu beziehen über: ZMG, Urszula Wrzeciono, Telefon 069/973822-48, E-Mail wrzeciono@zmg.de.

 

Download der Anzeigenstatistik 4. Quartal 2001


22. Februar 2002
   





   
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