Stellenanzeigen nehmen deutlich zu
Anzeigengeschäft auf Vorjahresniveau / Immobilien- und Kraftfahrtzeugmarkt weiter unbefriedigend
Weiterhin deutlich unterschiedlich fiel dabei die Geschäftsentwicklung in West- und Ostdeutschland aus: In den alten Bundesländern lagen die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen von Januar bis September 2006 mit 0,1 Prozent ganz leicht im Plus; im Osten beliefen sich die Verluste auf –1,8 Prozent. Damit haben die Zeitungen beim Anzeigengeschäft im dritten Quartal Boden gut gemacht. Von Januar bis Juni 2006 waren gegenüber dem Vorjahr noch eindeutig Verluste mit -0,5 Prozent zu verzeichnen (West –0,3 Prozent/ Ost –2,6 Prozent). Nach Nielsen-Gebieten betrachtet, war das Anzeigengeschäft in Nielsen I (1,4 Prozent), Nielsen IIIa (0,6 Prozent) und Nielsen VII (1,1 Prozent) positiv; in Nielsen IV durchschnittlich (-0,2 Prozent); in den übrigen Nielsen-Gebieten fiel das Minus überdurchschnittlich aus: Dies gilt besonders für Nielsen V/VI mit -2,6 Prozent.
Nach Auflagenzahlen betrachtet mussten Titel in der kleinsten Auflagengruppe bis 25.000 Exemplare und in der größten Auflagengruppe über 200.000 Exemplare überdurchschnittliche Rückgänge hinnehmen (-1,5 Prozent beziehungsweise –2,3 Prozent). Dagegen sind die übrigen Auflagengruppen wie schon im ersten Halbjahr 2006 im Plus: bis 50.000 Exemplare 1,2 Prozent; 50.000 bis 125.000 Exemplare 1,3 Prozent; 125.000 bis 200.000 Exemplare 1,1 Prozent.
Die Gesamtumfänge der lokalen und regionalen Tageszeitungen sind im Vergleich mit dem Zeitraum Januar bis September 2005 um 4,1 Prozent gewachsen. Dabei nahmen die Textumfänge um 4,7 Prozent zu, die Anzeigenumfänge wuchsen um 2.4 Prozent.
Betrachtet nach Anzeigensparten weisen die Stellenanzeigen (21,7 Prozent) und die sonstigen Anzeigen (2,0 Prozent) positive Werte aus. Deutlich im Minus liegen hingegen die Kraftfahrzeuganzeigen (-6,6 Prozent) Immobilienanzeigen (-4,4 Prozent) Veranstaltungen (-5,1 Prozent) und Reiseanzeigen (-3,9 Prozent). Auch die überregionalen Anzeigen (-2,0 Prozent), lokalen Anzeigen (-0,9 Prozent) und Familienanzeigen (-2,1 Prozent) lagen im negativen Bereich. Bei der Analyse der Rubrikenanzeigenmärkte nach Unterschieden zwischen West und Ost fällt wie schon im ersten Halbjahr 2006 auf, dass die Stellenanzeigen in den alten Bundesländern um 21,1 Prozent gewachsen sind, in den neuen Ländern sogar um 27,4 Prozent. Dagegen sind bei Immobilien-, Kraftfahrzeug- und Reiseanzeigen die Werte im Osten deutlich schlechter als im Westen. Möglicherweise kommt es hier auch zu Verschiebungen in die Prospektlagen: Sie wuchsen von Januar bis September 2006 um 1,8 Prozent – bei einem Plus im Osten von 4,8 Prozent; im Westen waren es hingegen nur 1,6 Prozent.
Eine ausführliche Dokumentation der Anzeigenstatistik ist für Mitglieder der ZMG zu beziehen über: ZMG, Urszula Wrzeciono, Telefon 069/97382212, E-Mail wrzeciono@zmg.de.
16. November 2006
Download:
- Download der Anzeigenstatistik 3. Quartal 2006 - Excel Größe: 206848 Bytes - Typ: xls















