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Erstes Halbjahr 2008: Stellenanzeigen, Handels- und Markenwerbung im Plus

Insgesamt leichtes Minus im Anzeigenmarkt/ Verluste besonders in Ostdeutschland

Die Umfänge bezahlter Anzeigen in lokalen und regionalen Abonnementzeitungen haben im ersten Halbjahr 2008 im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent abgenommen. Das gab die ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft am 4. August 2008 in Frankfurt am Main bekannt.

Dabei fiel die Geschäftsentwicklung in West- und Ostdeutschland unterschiedlich aus: In den alten Bundesländern gingen die Anzeigenum­fänge der lokalen und regionalen Abonnement­zeitungen von Januar bis Juni um -1,3 Prozent zurück; im Osten belief sich das Minus auf -3,8 Prozent.

Nach Nielsen-Gebieten betrachtet war das An­zeigengeschäft in Nielsen I (+0,4 Prozent) und Nielsen IIIb (+0,2 Prozent) positiv und in Nielsen IV (-0,3 Prozent) zumindest noch überdurch­schnittlich. Dagegen gab es in den übrigen Niel­sen-Gebieten Rückgänge, die sich zwischen -2,5 Prozent (Nielsen VII) und -4,1 Prozent (Nielsen V/VI) bewegten. Mit Beginn des Jahres 2007 hat die ZMG ihre Erhebungsmethode verändert. Die zunächst eingeschränkte Grundgesamtheit ist mittlerweile auf 137 Titel angewachsen, für die Daten von 2007 und 2008 vorliegen.

Nach Auflagenzahlen betrachtet konnten die Titel in der Auflagengruppe bis 25.000 Exemplare (+0,8 Prozent) ein positives Ergebnis verzeich­nen; die Auflagengruppen bis 50.000 Exemplare (-1,5 Prozent) und 50.000 bis 125.000 Exemplare (-1,1 Prozent) bewegten sich um den Durch­schnitt. Die Titel mit höheren Auflagen verloren am meisten; bei 125.000 bis 200.000 Exemplaren waren es -6,3 Prozent, bei Zeitungen mit mehr als 200.000 Exemplaren Auflage -3,7 Prozent.

Die Gesamtumfänge der lokalen und regiona­len Tageszeitungen sind von Januar bis Juni 2008 gegenüber dem Vorjahr erneut leicht ge­stiegen (3,8 Prozent); dabei nahmen die Text­umfänge um 5,1 Prozent zu, der Bruttoanzeigen­umfang um 0,6 Prozent.

Betrachtet nach Anzeigensparten weisen die Stellenanzeigen (10,2 Prozent) nach wie vor ein zweistelliges Plus aus. Im positiven Bereich lie­gen außerdem die Familienanzeigen (+2,9 Pro­zent). Im Durchschnitt des Anzeigengesamtauf­kommens bewegten sich die kumulierten Ge­schäftsanzeigen mit -1,6 Prozent; wobei aller­dings die Kraftfahrzeughersteller- und -marken­werbung (+6,8 Prozent) und die überregionalen Handelsanzeigen (+2,6) innerhalb dieser Gruppe einen Zuwachs verzeichneten. Innerhalb der rubrizier­ten Anzeigen gab es starke Verluste bei den Im­mobilien (-13,1 Prozent), Reiseanzeigen (-7,9 Prozent), Veranstaltungen (-5,6 Prozent) und Kraftfahrzeuganzeigen (-5,0 Prozent). Die sonsti­gen Anzeigen schlugen mit 2,3 Prozent zu Buche. Auch die Prospektbeilagen lagen im ersten Halb­jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr im Minus (-5,7 Prozent). Eine ausführliche Dokumentation der Anzeigenstatistik ist für Mitglieder der ZMG zu beziehen über ZMG, Urszula Wrzeciono, Telefon 069/97382248, E-Mail wrzeciono@zmg.de.


07. August 2008

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