Anzeigenverluste im ersten Quartal 2001
Aber Aufwärtstrend im März / Stellenmarkt bleibt im Plus
Die Umfänge bezahlter Anzeigen in lokalen und regionalen Abonnementzeitungen haben im ersten Quartal 2001 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 6,1 Prozent abgenommen. Die Zahl der Beilagen verringerte sich mit -5,6 Prozent deutlich. Die Heftumfänge sind im Vergleich mit dem ersten Quartal 2000 geringfügig um -0,2 Prozent zurückgegangen; dabei stand dem Minus beim Anzeigenumfang (-4,5 Prozent) ein Plus beim Textumfang (+2,2 Prozent) gegenüber.
Wie schon in den vorangegangenen Quartalen zeigte sich gleichzeitig eine nach Auflagenklassen und Regionen sehr unterschiedliche Entwicklung. In den westlichen und in den östlichen Bundesländern wich erneut die Geschäftsentwicklung stark voneinander ab: Während im Westen die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen im ersten Quartal 2001 5,3 Prozent verloren, waren im Osten Verluste von 13,1 Prozent zu verzeichnen. Vergleichsweise gering fielen die Verluste im Nielsen-Gebiet IIIb (Baden-Württemberg: -0,3 Prozent) aus; sehr hoch waren dagegen die Verluste im Nielsen-Gebiet V/VI (Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern/Sachsen-Anhalt) mit -14,7 Prozent.
Die negative Entwicklung der Anzeigenumfänge trat insbesondere in der Auflagenklasse 125.000 bis 200.000 Exemplare (-11,3 Prozent) auf, stark betroffen waren auch die Auflagenklassen über 200.000 Exemplare (-7,1 Prozent) und 25.000 bis 50.000 Exemplare (-6,3 Prozent). Am besten schnitten im ersten Quartal 2001 die Zeitungen mit einer Auflage zwischen 50.000 und 125.000 Exemplaren ab (-3,4 Prozent). Betrachtet nach Anzeigensparten waren mit weitem Abstand die überregionalen Anzeigen (-40,3 Prozent) und die Kraftfahrzeuganzeigen (-16,7 Prozent) für den Rückgang der Anzeigenumfänge verantwortlich. Dagegen lag der Stellenmarkt auch im ersten Quartal 2001 im Plus (10,7 Prozent).
Schon erfreulicher zeigt sich das Bild, betrachtet man allein die März-Zahlen im Vergleich zum März 2000: In diesem Monat betrug der Zuwachs der Anzeigenumfänge bereits wieder 3,3 Prozent. Während bei den überregionalen Anzeigen noch Verluste hingenommen werden mussten (-25,7 Prozent), lagen Stellen- (+27,8 Prozent), Immobilien- (+8,3 Prozent) und Reiseanzeigen (+12,5 Prozent) deutlich im Plus. Die Verlage in den alten Bundesländern konnten ihre Anzeigenumfänge im März 2001 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 4,5 Prozent steigern, dagegen lagen die Verluste in den neuen Bundesländern bei -7,2 Prozent. Eine ausführliche Dokumentation der Anzeigenstatistik ist zu beziehen über:
ZMG,
Ursula Wrzeciono,
Telefon 069/973822-48,
Fax 069/973822-51,
E-Mail: wrzeciono@zmg.de
Darüber hinaus kann die Quartalsstatistik von der Website des BDZV (www.bdzv.de) heruntergeladen werden.
Im Internet: www.zmg.de
28. August 2001

















