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Anzeigenmarkt: September trübt Geschäft

Insgesamt Minus von 2,5 Prozent/ Stellen-, Handelsanzeigen und Auto-Werbung leicht im Plus

Die Umfänge bezahlter Anzeigen in lokalen und regionalen Abonnementzeitungen haben in den drei ersten Quartalen 2008 im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent abgenommen. Das gab die ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft am 11. November 2008 in Frankfurt am Main bekannt. Ausschlaggebend für den negativen Verlauf gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 (-1,5 Prozent) war nach einem positiven August das schlechte Anzeigengeschäft im Septem¬ber. Der Monat schlug mit -9,9 Prozent gegen¬über dem September 2007 zu Buche, wobei es erstmals zu Rückgängen bei den Stellenan¬zeigen kam.

Die Geschäftsentwicklung fiel in West- und Ostdeutschland unterschiedlich aus: In den alten Bundesländern gingen die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen von Januar bis September um -2,3 Prozent zu­rück; im Osten belief sich das Minus auf -4,4 Pro­zent.

Nach Nielsen-Gebieten betrachtet war das An­zeigengeschäft in Nielsen I (-1,2 Prozent) und Nielsen IIIb (-1,4 Prozent) sowie Nielsen IV (-2,2 Prozent) noch überdurchschnittlich. Dagegen gab es in den übrigen Nielsen-Gebieten Rückgänge, die sich zwischen -3,4 Prozent (Nielsen II) und     -4,6 Prozent (Nielsen V/VI) bewegten. Mit Beginn des Jahres 2007 hat die ZMG ihre Erhebungs­methode verändert. Die zunächst eingeschränkte Grundgesamtheit ist mittlerweile auf 141 Titel angewachsen, für die Daten von 2007 und 2008 vorliegen.

Nach Auflagenzahlen betrachtet konnten die Titel in der Auflagengruppe bis 25.000 Exemplare (-0,5 Prozent) und 50.000 bis 125.000 Exemplare (-1,7 Prozent) sich noch am besten behaupten. Die Titel mit höheren Auflagen verloren hingegen überdurchschnittlich: Bei 125.000 Exemplaren bis 200.000 Exemplaren waren es -6,4 Prozent, bei Zeitungen mit mehr als 200.000 Exemplaren Auflage -5,8 Prozent.

Die Gesamtumfänge der lokalen und regiona­len Tageszeitungen sind von Januar bis Septem­ber 2008 gegenüber dem Vorjahr erneut leicht gestiegen (3,2 Prozent); dabei nahmen die Text­umfänge um 4,5 Prozent zu, der Bruttoanzeigen­umfang ging um -0,3 Prozent zurück.

Betrachtet nach Anzeigensparten weisen die Stellenanzeigen (4,2 Prozent) nach wie vor ein Plus aus. Im positiven Bereich liegen außerdem die Familienanzeigen (+2,6 Prozent). Im Durch­schnitt des Anzeigengesamtaufkommens bewe­gen sich die kumulierten Geschäftsanzeigen mit -1,8 Prozent. Dabei verzeichneten allerdings die Kraftfahrzeughersteller- und –Markenwerbung (+1,8 Prozent) und die Großformen des Handels (+1,4 Prozent) innerhalb dieser Gruppe einen Zuwachs. Bei den rubrizierten Anzeigen gab es starke Verluste bei den Immobilienanzeigen        (-14,1 Prozent), Reiseanzeigen (-9,2 Prozent), Veranstaltungen (-7,1 Prozent) und Kraftfahr­zeuganzeigen (-4,5 Prozent). Die sonstigen An­zeigen schlugen mit -2,3 Prozent zu Buche. Auch die Prospektbeilagen verzeichneten von Januar bis September 2008 gegenüber dem entspre­chenden Vorjahreszeitraum ein Minus von acht Prozent. Eine ausführliche Dokumentation der Anzeigenstatistik ist für Mitglieder der ZMG zu beziehen über ZMG, Urszula Wrzeciono, Telefon 069/97382248, E-Mail wrzeciono@zmg.de.


25. November 2008

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