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Anzeigengeschäft noch leicht im Minus

Überregionale, lokale und Stellenanzeigen sorgen für guten September

Die Umfänge bezahlter Anzeigen in lokalen und regionalen Abonnementzeitungen haben in den ersten drei Quartalen 2005 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um –1,3 Prozent abgenommen.

Dabei fiel die Ge­schäftsentwicklung in West­deutschland und Ostdeutschland nach wie vor deutlich unter­schiedlich aus: Während in den alten Bun­desländern die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen von Januar bis September 2005 um –0,6 Prozent zurückgingen, gab es im Osten Verluste von –4,3 Prozent. Nach Nielsengebieten betrachtet, war das Anzeigengeschäft in Nielsen IIIb mit 2,9 Pro­zent positiv; in Nielsen IIIa fiel das Mi­nus unter­durchschnittlich aus (-0,3 Prozent); Nielsen V/VI und Nielsen VII bildeten dagegen mit –4,4 Pro­zent und –4,2 Prozent die Schlusslichter.

Die hochauflagigen Titel leiden nach wie vor am stärksten unter der negativen Entwicklung: Die Auflagenklasse über 200.000 Exemplare musste –2,3 Prozent Verluste verkraften; etwas besser sah es in den Auflagenklassen 125.000 bis 200.000 Exemplare (-1,9 Prozent) und 50.000 bis 125.000 Exemplare (-1,5 Prozent) aus. Rück­gänge musste auch die Auflagenklasse bis 25.000 Exemplare verzeichnen (-1,3 Prozent), ganz leichte Zuwächse hatte erneut allein die Gruppe mit 25.000 bis 50.000 Exemplare (+0,2 Prozent). Die Heftumfänge sind im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent gewach­sen; dabei nahmen die Textumfänge um 1,8 Pro­zent zu, die Anzeigenumfänge um 0,6 Prozent.

Betrachtet nach Anzeigensparten weisen die überregionalen Anzeigen (1,4 Prozent), die Stel­lenanzeigen (0,6 Prozent), Reise- (2,2 Pro­zent) und Familienanzeigen (0,7 Prozent) positive Werte aus. Negativ zu Buche schlagen vor allen Dingen die Immobilienanzeigen (-5,3 Prozent), ferner Veranstaltungen (-2,9 Prozent), Kraftfahr­zeugmarkt (-2,1 Prozent), Lokal- (-1,2 Prozent) und sonstige Anzeigen (-2,5 Prozent). Unter­scheidet man die Rubrikanzeigenmärkte nach West und Ost, zeigen sich deutliche Unter­schiede: Während beispielsweise im Westen die überregionalen Anzeigen um 4,4 Prozent zuleg­ten, lagen sie im Osten (-4,6 Prozent) im Minus­bereich. Beim Stellenmarkt hingegen war der Zuwachs im Osten (5,9 Prozent) deutlich stärker als im Westen (0,2 Prozent).

Erfreulicher fällt in der Einzelbetrachtung der September 2005 aus. Hier legten die überregio­nalen Anzeigen 11,2 Prozent, die lokalen Anzei­gen 5,7 Prozent und die Stellenanzeigen 3,4 Pro­zent zu. Stark im Mi­nus lagen dagegen die Im­mobilien (-7,6 Prozent) und die Kraftfahrzeugan­zeigen (-9,9 Prozent). Insgesamt legten die An­zeigenumfänge im Sep­tember 2005 gegenüber dem Vorjahresmonat im Westen um 2,6 Prozent zu, im Osten lagen die Verluste bei –3,1 Prozent.

Eine ausführliche Dokumentation der Anzei­genstatistik ist für Mitglieder der ZMG zu bezie­hen über die ZMG.


16. November 2005

Kontakt:

Urszula Wrzeciono
ZMG

E-Mail: wrzeciono@zmg.de
Tel: 069/97 38 22-48

Internet:

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