Anzeigengeschäft etwas stabiler
Deutliches Plus bei Stellenanzeigen
Immer noch deutlich unterschiedlich fiel dabei die Geschäftsentwicklung in West- und Ostdeutschland aus: In den alten Bundesländern gingen die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen von Januar bis März 2006 um –0,5 Prozent zurück; im Osten beliefen sich die Verluste auf –2,2 Prozent. Nach Nielsen-Gebieten betrachtet, war das Anzeigengeschäft in Nielsen I und Nielsen VII mit einem Prozent beziehungsweise 2,7 Prozent positiv; in Nielsen IIIa und b fiel das Minus durchschnittlich aus (-0,4 Prozent / -0,5 Prozent); unter dem Durchschnitt lagen die Geschäfte in Nielsen II und Nielsen IV; das Schlusslicht bildete mit –3,4 Prozent Nielsen V/VI.
Nach Auflagenzahlen betrachtet, mussten Titel in der kleinsten Auflagengruppe bis 25.000 Exemplare und der größten Auflagengruppe über 200.000 Exemplare überdurchschnittliche Rückgänge (beide –2,1 Prozent) hinnehmen; -1,0 Prozent verloren die Zeitungen mit einer Auflage von 125.000 bis 200.000 Exemplare; im Plus dagegen lagen Titel der Auflagengruppen 25.000 bis 50.000 Exemplare (0,5 Prozent) und 50.000 bis 125.000 Exemplare (1,7 Prozent). Die Gesamtumfänge der lokalen und regionalen Zeitungen sind im Vergleich mit dem ersten Vorjahresquartal um sechs Prozent gewachsen; dabei nahmen die Textumfänge sogar um 7,5 Prozent zu, die Anzeigenumfänge um zwei Prozent.
Betrachtet nach Anzeigensparten weisen die Stellenanzeigen (14,4 Prozent), die lokalen Anzeigen (0,4 Prozent) und die sonstigen Anzeigen (1,6 Prozent) positive Werte aus. Ein deutliches Minus ist hingegen bei den Kraftfahrzeuganzeigen (-6,0 Prozent), den Immobilienanzeigen (-4,1 Prozent), Reiseanzeigen (-7,7 Prozent), Veranstaltungen (-4,7 Prozent) und Familienanzeigen (-5,4 Prozent) zu verzeichnen. Auch die überregionalen Anzeigen lagen mit –2,4 Prozent im negativen Bereich. Bei der Betrachtung der Rubrikanzeigenmärkte nach Unterschieden zwischen West und Ost fällt auf, dass die Stellenanzeigen in den alten Bundesländern um 13,8 Prozent gewachsen sind, in den neuen Ländern sogar um 20,7 Prozent. Auch bei den lokalen Anzeigen ist das Wachstum im Osten (+1,6 Prozent) größer als im Westen (+0,3 Prozent). Deutlich negativer liegen im Osten hingegen zum Beispiel die Werte bei den Immobilienanzeigen; sie gehen im Westen um –2,8 Prozent zurück, im Osten um –12,4 Prozent.
Erfreulicher fällt in der Einzelbetrachtung der März 2006 aus: Hier legten die Stellenanzeigen um 33,5 Prozent und die Immobilienanzeigen um 6,9 Prozent zu. Ein Plus gab es auch bei den lokalen Anzeigen (3,6 Prozent), überregionalen Anzeigen (2,4 Prozent) sowie den Reise-, Veranstaltungs- und sonstigen Anzeigen (4,1 Prozent/3,6 Prozent/8,3 Prozent). Insgesamt machten die Anzeigenumfänge im März 2006 gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 4,7 Prozent aus, wobei das Wachstum im Westen bei 4,8 Prozent lag, im Osten bei 3,7 Prozent. Eine ausführliche Dokumentation der Anzeigenstatistik ist für Mitglieder der ZMG zu beziehen über:
12. Mai 2006
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| Urszula Wrzeciono ZMG E-Mail: wrzeciono@zmg.de Tel: 069/97 38 22-48 |
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- Download der Anzeigenstatistik 1. Quartal 2006 - Excel Größe: 632832 Bytes - Typ: xls















