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Anzeigengeschäft bleibt leicht im Minus

Stellenmarkt und überregionale Anzeigen ziehen im Juni wieder an

Die Umfänge bezahlter Anzeigen in lokalen und regionalen Abonnementzeitungen haben im ersten Halbjahr 2005 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um –1,6 abgenommen.

Die Geschäftsentwicklung in Westdeutschland und Ostdeutschland fällt nach wie vor deutlich unterschiedlich aus: Während in den alten Bundesländern die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen von Januar bis Juni 2005 um –1,0 Prozent zurückgingen, gab es im Osten Verluste von –4,4 Prozent. Nach Nielsen-Gebieten betrachtet, war das Anzeigengeschäft in Nielsen IIIb mit 2,6 Prozent positiv; in Nielsen IIIa und Nielsen IV sowie Nielsen II fiel das Minus unterdurchschnittlich aus; Nielsen V/VI und Nielsen VII bildeten dagegen mit –4,4 Prozent und –4,3 Prozent die Schlusslichter.

Die hochauflagigen Titel leiden nach wie vor unter einer negativen Entwicklung: Die Auflagenklasse über 200.000 Exemplare musste –2,7 Prozent Verluste verkraften; wenig besser sah es in den Auflagenklassen 125.000 bis 200.000 Exemplare (-2,5 Prozent) und 50.000 bis 125.000 Exemplare (-2,1 Prozent) aus. Nachdem im ersten Quartal des Jahres die Auflage der Zeitungen bis 25.000 Exemplare noch positive Vorzeichen hatte, müssen jetzt auch hier Rückgänge verzeichnet werden (-1,5 Prozent), ganz leichte Zuwächse hatte allein die Gruppe mit 25.000 bis 50.000 Exemplare (+0,1 Prozent). Die Heftumfänge sind im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent gewachsen; dabei nahmen die Textumfänge um 2,6 Prozent zu, die Anzeigenumfänge um 1,4 Prozent.

Betrachtet nach Anzeigensparten wiesen die Kraftfahrzeuganzeigen (0,3 Prozent), Reiseanzeigen (1,7 Prozent) und Familienanzeigen (1,4 Prozent) positive Werte aus. Negativ zu Buche schlugen vor allen Dingen die Immobilienanzeigen (-5,3 Prozent), ferner Veranstaltungsanzeigen (-3,9 Prozent), sonstige Anzeigen (-3,1 Prozent) und Lokalanzeigen (-2,0 Prozent). Unterscheidet man die Rubrikanzeigenmärkte nach West und Ost, zeigen sich ebenfalls deutliche Unterschiede: Während beispielsweise im Westen die überregionalen Anzeigen um 2,7 Prozent zulegten, lagen sie im Osten (–6,1 Prozent) im Minusbereich. Beim Stellenmarkt hingegen gab es im Osten einen Zuwachs um vier Prozent, hier ging in den alten Bundesländern ein Prozent verloren.

Erfreulicher fiel in der Einzelbetrachtung der Juni 2005 aus. So legten Stellenanzeigen immerhin um 8,6 Prozent zu, Reiseanzeigen sogar um 9,8 Prozent und überregionale Anzeigen um 2,4 Prozent. Ein Minus war allerdings selbst im Juni bei den Lokalanzeigen (-1,4 Prozent) und den Kraftfahrzeuganzeigen (-1,2 Prozent) zu verzeichnen. Insgesamt legten die Anzeigenumfänge im Juni 2005 gegenüber dem Vorjahresmonat im Westen um 1,5 Prozent zu, im Osten lagen dagegen die Verluste bei –4,5 Prozent.

Eine ausführliche Dokumentation der Anzeigenstatistik ist für Mitglieder der ZMG zu beziehen über: ZMG, Urszula Wrzeciono, Telefon: 069/ 973822-48, E-Mail: wrzeciono@zmg.de.

 

Internet: www.zmg.de

 

Download der Anzeigenstatistik 2. Quartal 2005 - Excel


08. August 2005
   





   
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