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30. April 2002 | Vertriebsmarkt

Zeitungsauflagen spiegeln schlechte wirtschaftliche Situation wider

Rückgänge in allen Kategorien / Ostdeutschland besonders betroffen

Im ersten Quartal 2002 verkauften die deutschen Zeitungsverlage 29,34 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies einen Rückgang um –2,55 Prozent. Die Zeitungen in den alten Bundesländern hatten dabei mit –2,28 Prozent weniger Verluste zu verzeichnen als die in den neuen Ländern: Hier belief sich das Minus auf –4,41 Prozent.

Ähnlich erging es den Publikumszeitschriften, die im ersten Quartal 2002 mit 124,65 Millionen Exemplaren im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal 3,66 Millionen Stück weniger verkauften (-2,9 Prozent). Auch der Börsenverein des deutschen Buchhandels berichtet, dass die Buchbranche im März 2002 im dritten Monat in Folge unter den Ergebnissen des Vorjahres gelegen habe. Offensichtlich bewegt die anhaltende schlechte wirtschaftliche Situation in Deutschland die Kunden auch beim Kauf von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern zur Zurückhaltung. Gleichzeitig weist die ZMG darauf hin, dass die Reichweite der Zeitungen bisher nicht gelitten habe. Es wird daher vermutet, dass sich immer mehr Haushalte ein Abonnement teilen, um einerseits Kosten zu senken und gleichzeitig nicht auf die tägliche Lektüre verzichten zu müssen.

 

Bei den Tageszeitungen kam es im Vergleich mit dem ersten Quartal 2001 insgesamt zu Verlusten von –2,60 Prozent (-620.145 Exemplare) auf 23,24 Millionen Exemplare. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen mussten ein Minus von 1,79 Prozent (West –1,04 Prozent / Ost –4,67 Prozent) verkraften. Die Auflage der Kaufzeitungen ging mit –5,06 Prozent (-283.417 Exemplare) wieder stärker zurück. Erstmals mussten auch die überregionalen Zeitungen Verluste hinnehmen, sie weisen im Vergleich mit dem ersten Quartal 2001 ein Minus um 2,39 Prozent (-40.907 Exemplare) auf. Dabei waren die Verluste in den alten Bundesländern (-2,4 Prozent) und den neuen Bundesländern (-2,0 Prozent) fast gleichauf. Leicht gesunken ist die Auflage der Sonntagszeitungen um –0,63 Prozent (-27.594 Exemplare); der im Vergleich extreme Ausschlag bei den Wochenzeitungen um –6,40 Prozent (-120.615 Exemplare) geht auf das Konto der „Woche“, die im März eingestellt wurde. In den neuen Ländern wurde dagegen die „Russkaja Germania“ in die Statistik der Wochenzeitungen aufgenommen; hier erhöhte sich die Zahl der verkauften Exemplare um 123,12 Prozent, nämlich von 28.699 Exemplaren auf 52.009 Exemplare.

 

Nach Vertriebswegen differenziert ist festzustellen, dass die Zeitungen bei den Abonnements leicht (-1,39 Prozent) und stärker beim Einzelverkauf (-5,58 Prozent) verloren haben; einmal mehr gab es dagegen beim sonstigen Verkauf (+7,39 Prozent) Zugewinne. In der Kategorie Tageszeitungen gab es Abonnementverluste in allen Sparten. Bei den Rückgängen im Einzelverkauf sind prozentual die überregionalen Zeitungen mit –10,4 Prozent besonders betroffen. Bei den Sonntagszeitungen gab es einmal mehr Abonnementzuwächse (3,9 Prozent); dagegen gingen bei den Wochenzeitungen 3,32 Prozent an Abonnements verloren.

 

Eine ausführliche Darstellung der Auflagenzahlen geht allen Mitgliedsverlagen der ZMG zu. Darüber hinaus kann die Auswertung auch von der Homepage des BDZV (www.bdzv.de unter dem Button Markttrends/Markttrends und Daten) heruntergeladen werden. Kontakt: ZMG Urszula Wrzeciono, Telefon 069/973822-48, E-Mail wrzeciono@zmg.de.

 

Download der IVW-Auflagen 1. Quartal 2002

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